Vorschau 92. Katalonien-Rundfahrt

Kletterspezialisten gefragt

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Katalonien-Rundfahrt 2011 | Foto: ROTH

19.03.2012  |  (rsn) – Die zwischenzeitlich von der Absage bedrohte Katalonien-Rundfahrt (19. – 25. März) kann nicht nur wie geplant stattfinden, sondern auch mit einem erstklassigen Starterfeld aufwarten. Auch wenn der wegen Dopings gesperrte Titelverteidiger Alberto Contador fehlt, zählen die spanischen Fahrer zu den großen Favoriten des fünften WorldTour-Rennens der Saison. Am Start stehen die 18 WorldTour-Teams und fünf Zweitdivisionäre, darunter auch das Project 1t4i.

Die Strecke: Keine einzige Flachetappe, kein Einzelzeitfahren – die 92. Auflage der Traditions-Rundfahrt durch den spanischen Nordosten dürfte diesmal zu einer Angelegenheit für die Kletterspezialisten werden. Schon der Auftakt am Montag führt über drei kategorisierte Anstiege, darunter den 1.140 Meter hohen Coll Formic (1. Kat.). Nach einer langen Abfahrt und einem weiteren Berg der 3. Kategorie geht es auf den letzten Kilometern flach ins Ziel nach Calella. Die 2. Etappe rund um Girona hat ihre Schwierigkeiten in der zweiten Rennhälfte mit einem Anstieg der 3. und einem Berg der 1. Kategorie. Von der Bergwertung geht es auf einer elf Kilometer langen Abfahrt zum Ziel.

Auf der Königsetappe am dritten Tag – mit 210 Kilometern auch die längste der Rundfahrt - warten je zwei Berge der 1. und der Ehrenkategorie auf das Feld. An der Bergankunft am Port Ainé in fast 2.000 Metern höhe dürfte eine Vorentscheidung in der Gesamtwertung fallen. Tags darauf geht es auf der 4. Etappe moderater zu, auch wenn die Organisatoren wieder zahlreiche Berge – nicht alle sind kategorisiert - ins Programm genommen haben. Nach der letzten Kletterpartie des Tages steht das Finale mit einer 20 Kilometer langen Anfahrt nach Asco an.

Auch die 5. Etappe führt über bergiges Terrain. Nach der letzten Bergwertung (1. Kat.) und einer Abfahrt verläuft die Zielpassage leicht ansteigend. Die 6. Etappe dürften sich die Sprinter angestrichen haben, auch wenn wieder drei Berge der 3. Kategorie zu bewältigen sind und es wenige Kilometer vor dem Ziel nochmals einen nicht kategorisierten Anstieg hinaufgeht. Die letzte Etappe ist wie gemacht für Ausreißer, da es den ganzen Tag bergauf und bergab.

Die Favoriten: Da viele Kletterkilometer im Programm stehen und ein Zeitfahren diesmal fehlt, hat Alejandro Valverde (Movistar) beste Aussichten, seinem Sieg von 2009 einen zweiten folgen zu lassen. Im Auge haben muss der Spanier vor allem seine Landsleute Samuel Sanchez und Mikel Nieve (beide Euskaltel), den Luxemburger Andy Schleck und den Portugiesen Tiago Machado (beide RadioShack-Nissan), den Iren Daniel Martin (Garmin-Barracuda/Dritter des vergangenen Jahres und Zweiter 2009), den Niederländer Robert Gesink (Rabobank), die Italiener Damiano Cunego (Lampre-ISD) und Ivan Basso (Liquigas-Cannondale), den Kolumbianer Rigoberto Uran (Sky), den Belgier Jurgen van den Broeck (Lotto Belisol), den Franzosen Arnold Jeannesson (FDJ-BigMat) und den Kroaten Robert Kiserlovski (Astana).

Auch ohne Zeitfahren zählen die US-Amerikaner Tejay Van Garderen (BMC) und Levi Leipheimer (Omega Pharma-QuickStep), der Russe Denis Mentschow (Katusha) und natürlich Paris-Nizza-Sieger Brite Bradley Wiggins (Sky) ebenfalls zum Kreis der Favoriten.

Die Etappen:

1. Etappe, 19. März: Calella - Calella, 138 km
2. Etappe, 20. März: Girona - Girona, 161 km
3. Etappe, 21. März: La Vall d'en Bas (Sant Esteve d'en Bas)- Port Ainé, 210 km
4. Etappe, 22. März: Tremp - Ascó, 199 km
5. Etappe, 23. März: Ascó - Manresa, 199 km
6. Etappe, 24. März: Sant Fruitós del Bages - Badalona, 169 km
7. Etappe, 25. März: Badalona - Barcelona (Sarrià), 119 km

Die Teams: Ag2r, Astana, FDJ-BigMat, Saur-Sojasun, Europcar, Cofidis, Katusha, Omega Pharma - QuickStep, Lotto-Belisol, Rabobank, Vacansoleil-DCM, Project 1t4i, Sky, RadioShack-Nissan, BMC, Garmin-Barracuda, GreenEdge, Euskaltel, Movistar, Liquigas-Cannondale, Lampre-ISD, Saxo Bank, Andalucia, Caja Rural, Cofidis, Saur Sojasun, Project 1t4i

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