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16.12.2011 | (rsn) – Der 26. Juni 2011 wird Robert Wagner (Leopard-Trek) immer in Erinnerung bleiben. An jenem Tag wurde der gebürtige Magdeburger in Neuwied Deutscher Meister im Straßenrennen. „Diesen Moment wollte ich schon immer erleben, ganz oben auf dem Treppchen stehen, wenn die Hymne erklingt. Es war aber der wohl emotionalste Moment meiner Karriere“, so Wagner zu Radsport News.
Der bis dato größte Erfolg markierte zugleich den Endpunkt einer langen Pechsträhne im Frühjahr. Nach einem operativen Eingriff an den Arterien startete Wagner mit einem Monat Trainingsrückstand in die Saison. „Die Operation hat mir aber geholten. Bei der Drei Tagen von Westflandern konnte ich bereits einen zweiten Platz herausfahren, obwohl ich noch Trainingsrückstand hatte“, sagte Wagner. Zuvor hatte er bereits Rang acht auf Mallorca bei der Trofeo Cala Millor (Kat. 1.1) und Rang drei bei Le Samyn (Kat. 1.1) in Belgien herausfahren können.
Zu den Frühjahrsklassikern, seinem ersten großen Saisonziel, näherte sich Wagner immer weiter der Bestform an. „Es sah so aus, als ob ich für Cancellara ein guter Helfer sein würde“, so der 28-Jährige. Dann stürzte Wagner aber beim E3 Prijs und musste eine vierwöchige Pause einlegen. An einen Start bei der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix war nicht zu denken.
Doch damit nicht genug. Auch bei der Bayern-Rundfahrt und der Ster Elektrotoer stürzte der Sprinter. „Ich lag drei Mal im Dreck. Ich habe mir aber gedacht, dass diese Pechsträhne für irgendetwas gut sein muss, was man dann ja auch bei der DM gesehen hat,“ so der Leopard-Profi.
In Neuwied hatte Wagner noch immer Schmerzen, die durch eine Rippenprellung hervorgerufen wurden. Im Finale war all das jedoch vergessen. Mit einem fulminanten Sprint ließ Wagner die versammelte deutsche Sprinterprominenz hinter sich. Seinen Coup wusste er richtig einzuschätzen. „Ich werde jetzt aber auch nicht durchdrehen, nur weil ich Deutscher Meister bin. Das ist ein Riesen-Erfolg, aber es ist ja auch keine Weltmeisterschaft“, sagte Wagner nach dem Rennen zu Radsport News.
In der zweiten Saisonhälfte stand mit der Vuelta a Espana die erste große Landesrundfahrt der Karriere auf dem Plan. In Spanien fungierte er als Helfer für Daniele Bennati, leistete wichtige Dienste für die Teamkapitäne und kam auch gut über die Berge.
Ein negatives Erlebnis hatte Wagner gleich zu Beginn der Rundfahrt, als er im Mannschaftszeitfahren stürzte: „Aber dennoch haben wir an diesem Tag den Sieg geholt“, konstatierte er. Ein weiteres Malheur unterlief dem Wahl-Belgier in der Sprintvorbereitung, als er kurz vor dem Ziel das Feld anführte, dann aber in einem Kreisverkehr falsch abbog.
Dieses Missgeschick nahm Wagner locker, auch die Strapazen der Rundfahrt hatte er bestens verkraftet. „Die Form nach der Vuelta war top. Beim anschließenden GP Isbergues (Kat. 1.1) konnte ich noch Platz drei herausfahren, und das, obwohl das Rennen vom Profil her für mich eigentlich fast zu schwer ist“, so Wagner, der dann aber noch eine Enttäuschung verkraften musste.
Für die WM in Kopenhagen wurd e er nämlich nicht nominiert. Vor allem über die Art und Weise, wie mit ihm im Vorfeld vor den Welttitelkämpfen von Verbandseiten umgegangen wurde, hatte den Klassikerspezialisten verärgert. „Ich habe einmal nachgefragt und keine Antwort bekommen. Irgendwann merkt man dann selbst, dass man nicht dabei ist“, äußerte sich Wagner gegenüber Radsport News. „Für mich ist das einfach nur unprofessionell. Mit einer klaren Aussage kann jeder etwas anfangen. In anderen Ländern gibt es eindeutige Kriterien für die Selektion, so etwas vermisse ich beim BDR.“
Doch zum Saisonende gab es für Wagner auch noch positive Nachrichten. Als einer der ersten Fahrer wurde er für das fusionierte Radioshack-Nissan-Trek-Team bekannt gegeben. „Das hat mich schon etwas stolz gemacht“, sagte Wagner, der sich 2012 für einen neuen, guten Zweijahresvertrag empfehlen will. Durch die Fusion von Leopard-Trek mit Radioshack hat sich für Wagner ansonsten kaum etwas geändert.
„Wir haben mit Bennati, Nizzolo und mir noch immer drei Sprinter im Team. Bei den Frühjahresklassikern werde ich für Cancellara arbeiten. Bei den Rennen zuvor will ich aber versuchen, meine Freiheiten zu nutzen und ein eigene Ergebnisse herausfahren“, so Wagner der sich noch etwas weiteres vorgenommen hat. „Ich möchte mit noch mehr Selbstvertrauen in die Sprints gehen.“
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