"Ich will unbedingt in Paris ankommen"

Van Hummel: 200-km-Solofahrt hinter dem Feld

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Kenny van Hummel (Skil-Shimano) auf der 15. Etappe der Tour de France

Foto: ROTH

19.07.2009  |  (rsn) – Bergetappen sind eine Qual für Sprinter. Diese Erfahrung machte am Sonntag in den Schweizer Alpen der Niederländer Kenny van Hummel. Der Sprinter vom niederländischen Skil-Shimano-Team verlor auf der 15. Tour-Etappe schon im ersten Berg des Tages den Anschluss an das Feld und strampelte ihm auf den folgenden 200 Kilometern allein hinterher.

Am Col des Mosses, dem Kategorie 2-Anstieg etwa in der Mitte des Rennens war der Rückstand auf 26:43 Minuten angewachsen. Aber Van Hummel ließ sich nicht entmuztigen und hielt tatsächlich durch. Nach 207,5 Kilometern erreichte er die Bergankunft in Verbier mit 45:43 Minuten Rückstand auf Tagessieger Alberto Contador (Astana) - aber noch innerhalb der Kartenzzeit.

„Das Rennen war vom Startschuss weg hart. Ich habe versucht, am Hauptfeld dranzubleiben, aber das hat mich gekillt“, sagte der 26-Jährige nach dem Rennen. „Ich dachte, dass ich es niemals in der Karenzzeit packen würde. Aber nach einer Weile habe ich mich besser gefühlt und gemerkt, dass ich nicht allzuviel Zeit verlor. Ich bin in den Abfahrten volles Risiko gegangen und habe den letzten Anstieg irgendwie überstanden.“

Für den Letzten der Gesamtwertung sind die Leiden aber noch lange nicht vorbei, denn die Kletterei durch die Alpen geht am Dienstag und Mittwoch weiter – und am Samstag wartet der Mont Ventoux. Trotzdem ist Van Hummel guter Dinge. „Diese Etapppen sind nicht so lang wie die heutige, das ist mein Vorteil“, sagte der Teamkollege des Berliners Simon Geschke. „Ich habe nicht vor aufzugeben. Es ist toll, hier bei der Tour zu sein. Wenn es sein muss, werde ich noch drei weitere Tage alleine fahren, denn ich will unbedingt in Paris ankommen.“

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