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07.07.2009 | (rsn) – Reihenweise stürzten die Fahrer auf der 4. Etappe der Tour de France. Für viele war der Grund klar: Der 39 Kilometer lange Parcours rund um Montpellier mit seinen vielen engen Kurven und dem teilweise schlechten Belag war für Mannschaftszeitfahren nicht geeignet.
„Meiner Meinung nach war die Strecke viel zu gefährlich, wir sind nicht mal auf volles Risiko gefahren, aber die Kurve, in der wir gestürzt sind, war sehr schwer einzusehen“, sagte etwa Simon Geschke (Skil-Shimano), dessen Teamkollege Piet Rooijakkers sich Knochenbrüche und weitere schwere Verletzungen zuzog. Auch Linus Gerdemann, aus dessen Milram-Team gleich vier Fahrer stürzten, nahm kein Blatt vor den Mund: "Das war eine Kamikaze-Strecke. Im Mittelteil war es ein halber Acker“, schimpfte der Münsteraner. "Die Strecke ist für ein Mannschaftszeitfahren völlig ungeeignet", sagte auch Grischa Niermann (Rabobank).
Niermanns Kapitän Denis Mentschow stürzte wie mehrere andere Fahrer in einer leicht abfallenden 90-Grad-Kurve und kann seine Ambitionen auf das Gelbe Trikot endgültig begraben. Rabobanks Sportlicher Leiter Erik Breukink befand kurz und bündig: „Dieses Mannschaftszeitfahren war einer Tour de France unwürdig.“
Aber nicht nur Fahrer und Verantwortliche aus Teams, die Stürze zu beklagen hatten, stellten der Strecke ein vernichtendes Zeugnis aus. „Auf so einem Kurs darf man kein Mannschaftszeitfahren austragen“, sagte der Spanier José Ivan Gutierrez, dessen Caisse d’Epargne-Team alle Fahrer heil ins Ziel brachte und auf Platz sieben das Rennen beendete.
Aber es gab auch Gegenstimmen. Der Franzose Thomas Voekler etwa urteilte: „Die Strecke war in Ordnung. Manche Teams waren einfach zu schnell unterwegs.“ Den Vorwurf musste sich Voecklers Bbox-Team, das trotz vier gestürzter Fahrer vollzählig ins Ziel kam, nicht machen: Die französische Equipe belegte Platz 19 unter den 20 gestarteten Mannschaften.
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