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27.07.2008 | (rsn) - Carlos Sastre (CSC-Saxo Bank) ist am Ziel seiner Träume angelangt. Dem 33-jährigen Spanier ist bei der Tour de France das Gelbe Trikot nicht mehr zu nehmen. „Der Toursieg war schon mein Ziel, als ich mit dem Radsport begonnen habe“, gestand der Madrilene im Interview mit tour.ard.de, nachdem er im Zeitfahren überraschend souverän seine Führung verteidigen konnte.
Nach drei Wochen Quälerei hat Sastre den großen Coup gelandet, es ist sein erster Sieg bei einer großen Rundfahrt. Seinen Erfolg, mit dem nicht viele gerechnet hatten, führt der Kletterspezialist auf mehrere Faktoren zurück – an erster Stelle nennt er aber sein Team. Sastre: „Das Wichtigste war das Vertrauen, das Bjarne Riis, meine Teamkollegen, überhaupt alle in der Mannschaft in mich gehabt haben. Sie alle haben an mich geglaubt und zu 1000 Prozent für mich gearbeitet“.
Auf die drei Dopingfälle während der Tour angesprochen, betonte Sastre: „Ich bin sauber“, und fügte hinzu: „Ich glaube auch, dass der Radsport weitgehend sauber ist. Aber es gab, es gibt und es wird auch in Zukunft welche geben, die nicht sauber sind, die betrügen. Wichtig ist, dass wir die Betrüger jagen und finden.“
Auf die Tour hatte sich Sastre so gut vorbereitet wie nie zuvor. „Aber natürlich hängt dann alles auch von den Umständen ab. Ich konnte jede Situation gut managen.“, sagte er. Gelernt hat Sastre sein Handwerk allerdings bei einer höchst zweifelhaften Gestalt – seinem ehemaligen Teamchef Manolo Saiz, der tief verstrickt war in das Dopingnetzwerk des Madrider Arztes Eufemiano Fuentes. Saiz hat Sastre in dessen ONCE-Zeiten nach dessen Aussage „beigebracht zu leiden und zu trainieren. Er war seiner Zeit zehn Jahre voraus, was die Teamstrukturen, das Training, die Räder betraf.“
Allerdings war Saiz auch in Sachen Doping immer auf dem neuesten Stand. Dazu wollte sich Sastre aber nicht äußern: „Die anderen Dinge will ich nicht kommentieren.“, lautete die lapidare Aussage.
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