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31.01.2008 | (Ra) – Seine ehemaligen Milram-Teamkollegen Marco Velo und Niki Terpstra sahen Sebastian Siedler im Finale der 4. Etappe der Katar-Rundfahrt nur von hinten – wenn überhaupt. Der 30-jährige Sprinter aus dem bayerischen Buchloe, seit dieser Saison beim niederländischen Zweitdivisionär Skil-Shimano unter Vertrag, demonstrierte im Zielsprint einer größeren Kopfgruppe seine Klasse und schaffte hinter dem souveränen Tagessieger Alberto Loddo (Tinkoff) und dem belgischen Sprinterstar Tom Boonen (Quick Step) den Sprung aufs Podium.
„Das war der pure Kampf auf den letzten 200 Metern“, so Siedler nach dem Rennen gegenüber rad-net. „Extrem kraftraubend“, sei das nur 131 Kilometer lange Teilstück zwischen Khalifa Stadium und Al Khor Corniche gewesen. „Am Ende war es ein schwerer, langer und langsamer Sprint, eigentlich gar nicht das Finale für mich.“
Mit seinem dritten Platz setzte Siedler, der in seinen beiden Jahren bei Milram meist Helferdienste für seine Kapitäne Erik Zabel und Alessandro verrichten musste, ein erstes Ausrufzeichen – dem in den kommenden Monaten aber Siege folgen sollen. „Mit einem einzigen Sieg gebe ich mich bestimmt nicht zufrieden“, kündigte Siedler, der 2007 die letzte Etappe der Bayern-Rundfahrt gewann und dabei seinen damaligen Kapitän Zabel schlug, auf der Teamwebsite bereits an. „Ich hoffe, dass ich gute Resultate bei Rennen wie Gent-Wevelgem, Het Volk und Kuurne-Brussel-Kuurne erziele. Auβerdem habe ich die Etappenrennen vor Augen. Je nachdem, wie sich ein Etappenrennen entwickelt, habe ich oft noch genug Kraft, um einen Sprint zu gewinnen.“
Bei der Katar-Rundgfahrt bieten sich der neuen Skil-Speerspitze noch zwei Möglichkeiten, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Siedler: „Bei Milram musste ich vor allem den Sprint für Petacchi und Zabel anziehen. Jetzt aber kann ich selbst um den Sieg kämpfen. Das erhöht zwar den Druck, aber den kann ich bewältigen. Ich brauche diesen Druck sogar. Das motiviert mich.“
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