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20.07.2007 | Bevor der aus der dänischen Nationalmannschaft ausgeschlossene Michael Rasmussen die Topmeldung in den französischen Medien übernahm, hatte die Distanzierung von Christophe Moreau die Sport-Schlagzeilen beherrscht.
3:20 Minuten verlor der französische Meister auf die Top-Favoriten nach einer Attacke, die Alexander Winokurow kurz nach der Verpflegung bei Kilometer 115 gestartet hatte.
„Kommt, lasst es uns mal probieren“, hatte der Kasache laut seines Sportlichen Leiters Mario Kummer gesagt, als das Peloton das brettebene Land im Rhonedeltal kurz nach Arles erreichte.
Ein kräftiger Wind blies von der Seite über den Vaccarès-See nach Norden.
Alexander Winokurow und Andreas Klöden spannten sich eine Woche nach ihren Stürzen vor das Feld und erhöhten mit ihrem Astana-Team abrupt das Tempo. Moreau saß hinten im Feld. Er wollte wohl näher bei Tour-Arzt Gerard Porte sein, um sich die Hautabschürfungen am Oberschenkel behandeln zu lassen, die er bei einem Sturz nach 31 Kilometern erlitten hatte.
Weil einige Fahrer im hinteren Drittel des Feldes nicht aufpassten, entstand schnell eine Lücke von zehn Metern, die im kräftigen Seitenwind nicht mehr zu schließen war. „Das war eine wichtige Etappe für die Moral“, stellte Kummer nach dem Zieleinlauf fest. „Eigentlich waren alle auf Erholung eingestellt, aber Wino wollte die Chance nutzen."
Mit der Tempoarbeit hat sich nach Andreas Klöden (Haarriss am Steißbein) auch Alexander Winokurow (Schnittverletzungen an beiden Knie und dem rechten Ellbogen) wieder zurückgemeldet. Mit beiden ist spätestens morgen im Zeitfahren wieder zu rechnen. Wie oft Winokurow zu solchen Gewaltleistungen fähig ist, muss sich aber zeigen. Noch am Mittwoch war der Verband am Ende der Etappe blutig verfärbt.
Wir hatten Pech, weil heute Klassement gemacht wurde“, ärgert sich Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner, der lange in einer Ausreißergruppe gefahren war, die vom jagenden Feld eingeholt wurde.
Michael Rasmussen konnte seine Platzierung behalten. Noch?
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