--> -->
25.06.2005 | Levi Leipheimer zählt zu den Geheim-Favoriten der Tour. Bei der Dauphiné Libéré zeigte er sein großes Potenzial. Interview mit dem Kapitän des Team Gerolsteiner.
Welche Ziele verfolgen Sie nach ihrem Wechsel von Rabobank zu Gerolsteiner?
LL: Der Teamwechsel zu Gerolsteiner ist für mich eine Art Neuanfang. Ich starte hier quasi mit "gereinigter Tafel", aber mit der Erfahrung und dem Wissen aus drei Jahren bei einer anderen Top-Mannschaft. Ich habe mehr Zuversicht in meine Fähigkeiten, weil ich in den letzten drei Jahren bei Rabo gelernt habe. Bei Gerolsteiner habe ich definitiv mehr Freiheiten, meinen Weg zu gehen und meine Erfahrungen umzusetzen. Der Teamwechsel zu Gerolsteiner, die Unterstützung durch meinen Trainer Max Testa, das hat mir und meiner Form sehr gut getan. Ich trainiere wesentlich intensiver, seit Max mich berät. Ja, durch seine Beratung weiß ich jeden Tag, wenn ich aus der Tür gehe genau, was ich tue. Das macht es für mich mental wesentlich einfacher, so hart zu trainieren, weil ich keine Sekunde mehr an meinem Training zweifele.
Experten sehen eine Spitzen-Platzierung behindert, weil Gerolsteiner nicht stark genug sei?
LL: Zunächst werden wir einmal das Rennen nicht so kontrollieren müssen, wie vielleicht Discovery oder andere Teams mit Favoriten auf den Gesamtsieg. Wir haben die Tour noch niemals gewonnen, also erwartet diese Kontrolle auch keiner von uns. Hey, außerdem haben unsere Jungs das Teamzeitfahren in Eindhoven gewonnen, und da waren mit Michael Rich und Sebastian Lang nur zwei dabei, die zur Tour gehen... Glauben Sie mir, wir sind stark!
Wer wird Georg Totschnig und Sie in den Bergen unterstützen, wo sind die Stärken der Mannschaft?
LL: Normalerweise sind neben Georg und mir Fabian Wegmann und – nach seiner starken Performance bei der Tour de Suisse rechne ich auch Beat Zberg dazu - sehr stark in den Bergen. Dazu kommt sicher auch noch Ronny Scholz, der sehr zuverlässig arbeitet. Auf den Flachetappen werden uns Peter Wrolich, Sebastian Lang und Michael Rich aus dem Wind nehmen. Für die Sprints bekommt Robert Förster, der einen guten Giro d'Italia gefahren ist, seine Chance. Wir sind definitiv stark genug, alle Punkte abzudecken.
Im letzten Jahr haben Sie nach der Tour de France von "zwei schwachen Tagen" gesprochen, die ein besseres Ergebnis als Platz neun verhindert haben. Haben Sie in der Vorbereitung auf dieses Jahr etwas besonderes versucht, um diese Tage zu vermeiden?
LL: Ich hatte einen schlechten Tag bei einer Bergetappe und einen beim Zeitfahren in l'Alpe d'Huez – leider das Bergzeitfahren... Der schlechte Tag bei der Bergetappe war ein Energieproblem: Ich habe einfach nicht genügend Nahrung zu mir nehmen können, es war kein klassischer "Hungerast", weil ich etwa vergessen hätte zu essen. Nein, es passte einfach nichts mehr rein. Dieses Problem ist relativ einfach zu lösen, indem du eine Strategie entwickelst, von was du möglichst viel während einer Etappe essen kannst, ohne Magenprobleme zu bekommen. Ja, und dann heißt es, soviel wie möglich essen.
In l'Alpe d'Huez war ich nicht rechtzeitig am Start und habe mich nicht intensiv genug aufgewärmt. Das war in der dritten Woche der Tour und da ist dein Körper "überkompensiert" mit Wasser. Das musst du durch starkes Schwitzen erst einmal hinaus bringen, bevor du, besonders beim Zeitfahren, Topleistungen bringen kannst. Auch dieses Problem ist also erkannt.
Wo wird sich Ihrer Meinung nach die Tour 2005 entscheiden?
LL: Die Königsetappe ist für mich ohne Zweifel die 15. Etappe von Saint-Lary Solan nach Pla d'Adet. Die 14. Etappe nach Ax-3 Domaines wird ebenso entscheidend sein wie das abschließende Zeitfahren in St. Etienne.
Jeder weiß, das diese Tour das letzte Rennen von Lance Armstrong ist. Macht ihn das in Ihren Augen zum absoluten Favoriten, oder denken Sie, das er geschlagen werden kann?
LL: Er ist der absolute Favorit – aber er kann geschlagen werden. In drei Wochen kann sehr viel passieren.
(sid) - Gute Nachricht für den Radsport: Dopingfälle mussten bei der 92. Tour de France definitiv nicht verzeichnet werden. Dies erklärte am Mittwoch die Anti-Dopingkommission des Inter
Lausanne (dpa) - Der Tour de France droht nach dem Ausschluss des Italieners Dario Frigo einen weiterer, jedoch nicht so drastischer Dopingfall. Bei einem namentlich bisher nicht genannten Rad-Profi w
Die Tour-Bilanz von Team Gerolsteiner kann sich sehen lassen: Platz sechs im Gesamtklassement durch Levi Leipheimer, ein Etappensieg durch Georg Totschnig, Fabian Wegmann einen Tag im Bergtrikot sowie
(sid) - Die diesjährige Tour de France war trotz des frühen Alleingangs von US-Amerikaner Lance Armstrong ein Quotenhit in Deutschland. Im Schnitt 2,91 Millionen TV-Zuschauer sahen die abwec
(sid) - Bewunderung und Respekt, aber auch Aufatmen hat der Abschied von "Dominator" Lance Armstrong nach dem siebten Triumph bei der Tour de France in den Reihen der Weltpresse ausgelöst
(sid) - Vergessen war die Müdigkeit nach einer extrem kurzen Nacht als lauter Jubel aufbrandete. Dem Tour-Dritten Jan Ullrich und dem T-Mobile-Team wurde nur 18 Stunden nach dem Finale in Paris ein b
Hannover (dpa) - Durchschnittlich 7,61 Millionen Motorsport-Fans haben den Großen Preis von Deutschland im Fernsehen verfolgt.RTL erzielte mit der Direktübertragung des Formel-1-Laufes vom Hockenhei
(sid) - Von "Lance wer?" zu "Sankt Lance" hat sich das Bild vom siebenmaligen Toursieger Armstrong in den USA gewandelt. Wenn der 33-Jährige Anfang der nächsten Woche zur
Mit überschwänglichen Superlativen hat die internationale Presse den siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong in den sportlichen Ruhestand verabschiedet. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa)
(sid) - Die Heldenverehrung für Lance Armstrong nimmt in seiner Heimat nach seinem siebten Triumph bei der Tour de France ein unermessliches Ausmaß an. Die US-amerikanische Presse würdi
Paris (dpa) - Alexander Winokurow machte die 92. Tour de France bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus spannend. Der Polizei- Hauptmann ehrenhalber, der sein T-Mobile-Team zum Saisonende verläss
08.01.2026Iserbyt muss seine Karriere beenden (rsn) – In einem emotionalen Video auf Instagram hat Eli Iserbyt (Pauwels Sauzen – Altez) das Ende seiner Karriere erklärt. Seit Februar 2025 hat er ehemalige Weltranglistenerste kein Rennen mehr
08.01.2026Verschneite Querfeldein-Titelkämpfe in Bensheim (rsn) – Am kommenden Wochenende werden im südhessischen Bensheim die Deutschen Meisterschaften im Cross ausgetragen. Wie schon 2018 finden die Titelkämpfe rund um den Bikepark am Berliner Ring im
08.01.2026Soudal - Quick-Step bindet auch Magnier langfristig (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
08.01.2026Soudal bleibt Titelsponsor bis 2030, Dumoulin wird Renndirektor (rsn) - Ex-Profi Tom Dumoulin wird neuer Renndirektor des Amstel Gold Race. Der 35-jährige Niederländer übernimmt den Job von Leo van Vliet, allerdings erst zur Austragung 2027. Es wird die 61. sei
08.01.2026Titelverteidiger Plapp fährt hinterher: Vine ist neue Zeitfahrmeister Australiens (rsn) – Jay Vine (UAE – Emirates – XRG) hat sich zum zweiten Mal nach 2023 zum australischen Zeitfahrmeister gekrönt. Der 30-Jährige fuhr in Perth, wo auch die Straßenrennen ausgetragen
08.01.2026Als ProTeam: Tudor legt den Fokus auf die Grand Tours (rsn) – Der Schweizer Rennstall Tudor Pro Cycling hat am Mittwoch im spanischen Moraira etwas östlich von Calpe an der Costa Blanca seinen Medientag vor der Saison 2026 abgehalten. Und Miteigentüm
08.01.2026Nach starker Saison startet erneut die Jagd auf den “Heiligen Gral“ (rsn) – Sechs Neuverpflichtungen nahm FDJ - Suez für das Jahr 2025 unter Vertrag und krempelte das Team damit maßgeblich um. Vom siebten Platz 2024 arbeitete sich die französische Mannschaft zum
07.01.2026Simon Yates beendet Karriere (rsn) – Der amtierende Giro-Sieger Simon Yates hat am Mittwochmittag völlig überraschend und mit sofortiger Wirkung seine Karriere beendet. “Ich habe die Entscheidung getroffen, mich vom profess
07.01.2026Pidcock und Pinarello-Sextett zieht es nach Chile (rsn) – Dass Radsportler vor Saisonbeginn ins Höhentrainingslager ziehen, ist nichts Besonderes. Dass ein Septett von Pinarello einen Monat nach Südamerika reist, ist dann aber doch sehr ungewöhn
07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“ (rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma
07.01.2026Die Hoffnung auf Healy und Highlights (rsn) – Auf dem Papier war die Saison 2025 eine durchschnittliche für das Team EF Education – EasyPost. Zehn Siege lagen unter der Norm für die US-amerikanische Equipe, Rang zwölf im UCI-Rankin
06.01.2026Mit “Mont Ventoux Norwegens“ und Finale an den Hängen der Ski-WM (rsn) – Während es 2026 keine Tour of Norway geben wird, weil die öffentlichen Förderungen gestrichen wurden, steht das Arctic Race of Norway (2.Pro) auch in diesem Jahr wieder im Rennkalender. I