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09.05.2005 | Ausgesprochen erfolgreich rollt es für das Team Sparkasse in Russland, wo die Mannschaft von Teamchef Mark Claußmeyer neben zwei Eintagesrennen auch noch ein international besetztes Etappenrennen bestreitet.
Nachdem sich die Sparkassen-Crew beim „Mayor-Cup” über 140 km die lange Anreise aus den Beinen fuhr und im Hauptfeld ankam, zeigte sie 24 Stunden später beim „Preis von Moskau” über 142 km ihre derzeit starke Verfassung. Besonders Bundesliga-Spitzenreiter Alexander Gottfried unterstrich seine blendende Form. Bei miserablen Rennbedingungen (Regen und Temperaturen um 7 Grad) setzte sich Gottfried 20 km vor Schluss mit einem russischen Nationalfahrer ab. Im steil ansteigenden Zielsprint hatte der Russe dann die größeren Reserven und verwies den 19-Jährigen auf Platz zwei.
Bei dem Etappenrennen „Fünf-Sterne von Moskau” war es dann André Schulze, der seine ganze Routine einsetzte und direkt auf der ersten Etappe mit einem dritten Rang glänzte. Dabei stand dieses Rennen besonders bei den russischen Fahrern hoch in der Gunst, führte die Auftaktetappe doch den Untertitel „Rund um den Kreml”. „Die waren unheimlich motiviert”, kommentierte André Schulze die Einstellung der Konkurrenz, die sich aus den Nationalteams der Ukraine, Weißrusslands, Kasachstans, Lettlands, Polen, Estlands und natürlich Russlands zusammensetzte.
Nach einem extrem schnell gefahrenen Rennen landete Schulze in einem hektischen Massensprint auf Platz drei hinter dem Russen Schmidt und dem Polen Kuschnjak. Auf dem zweiten Teilstück, das wieder über 140 km führte, sollte es noch besser kommen. 20 km vor dem Ziel in Moskau hatte sich eine größere Spitze gebildet. Mit dabei auch die Sparkassen-Akteure Gottfried und Rothstein, die in dieser Gruppe das Tempo hochhielten. „Wir wussten natürlich um unsere Chance im Sprint, deshalb mussten wir arbeiten, damit niemand mehr wegspringen konnte”, begründete Viktor Hamann, der Sportliche Leiter des Sparkassen-Teams, die gelungene taktische Maßnahme.
Er sollte Recht behalten, obwohl André Schulze ganz überraschend einem echten Massensprint aus dem Weg ging und bei der Kilometer-Marke mit einem enormen Antritt aus dem Feld wegsprang. „Ich habe den Augenblick genutzt, als sich alle anschauten und niemand mehr fahren wollte”, jubelte Schulze nach seinem Meisterstück. Mit zehn Metern Vorsprung vor den jagenden Verfolgern überquerte Schulze den Ziellinie.
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