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16.12.2004 | Die Spekulationen um eines der größten Talente im deutschen Radsport sind beendet: Der Münsteraner Linus Gerdemann wird auch in der kommenden Saison für sein bisheriges Team Winfix-Arnolds fahren, das dann Team AKUD heißen wird. Der in den letzten beiden Jahren dominierende Fahrer der U23-Rad-Bundesliga , wollte ursprünglich nach dieser Saison zu einem der ProTour Teams wechseln.
Das er nun doch noch ein weiteres Jahr bei seinem alten Team bleibt, begründet Gerdemann so: "Natürlich wäre ich gerne in die ProTour gewechselt. Doch irgendwie hat es nirgends richtig gepasst. Gerade als junger Fahrer bin ich darauf angewiesen, dass mir das Team hilft, mein Potential auszuschöpfen. Das bietet mir Winfix/AKUD."
Im künftigen Team AKUD will der U23 Bundesliga-Gesamtsieger der vergangenen beiden Jahre in der kommenden Saison eine tragende Rolle spielen: „Ich habe große Ziele. Auf dem Weg dorthin muss ich früher oder später auch Verantwortung übernehmen. In den letzten Jahren lastete die Verantwortung unserer Bundesliga-Mannschaft auf mir. Damit bin ich klar gekommen. Team AKUD bietet mir jetzt die Chance, frühzeitig in einem Elite-Team Verantwortung zu übernehmen. Das ist für mich eine Riesenchance, die ich wahrnehmen möchte.“
Zudem sieht Gerdemann seinen Verbleib auch als ein Dankeschön für die Unterstützung und Förderung in den letzten Jahren: "Man kann nicht wirklich sagen, dass mir im letzten Jahr nur Schulterklopfer über den Weg gelaufen wären. Öffentlich habe ich viel Prügel bezogen. Jochen Hahn, Raphael Schweda und auch unser Sponsor haben jedoch immer zu mir gehalten und mir die Möglichkeit eingeräumt, als erster deutscher Radfahrer überhaupt die Bundesliga zweimal zu gewinnen. Beim ersten Angebot dann „leise Servus“ zu sagen, ist nicht meine Art. Nächstes Jahr bin ich in der Bringschuld, nachdem das Team mir bereits einiges gegeben hat."
Um diese Bringschuld einzulösen, bereitet sich Gerdemann unterdessen auf Mallorca auf die neue Saison vor. Seine Ziele für 2005: "Einerseits möchte ich Erfahrung sammeln, lernen, mit dem Druck umzugehen, der auf mir Lasten wird. Andererseits möchte ich präsent sein, also zeigen, dass ich ein guter Radprofi werden kann. Siege sind dabei noch nicht wichtig."
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