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28.02.2004 | Nur einmal treffen Jan Ullrich und Lance Armstrong bis zur Tour aufeinander. Bei der Murcia-Rundfahrt ab nächsten Mittwoch in Spanien. Dass es zu einem ersten Leistungsvergleich kommt, hält der deutsche Herausforderer nicht für möglich. Ullrich: „Armstrong ist immer früher in Form als ich. Nur der Sieg im Juli zählt.“
Was ist, wenn er Armstrong bei der Tour im vierten Anlauf schlagen kann? Hört der Ami dann auf oder fährt er weiter? "Wenn ich krank bin, will ich nicht sterben. Wenn ich Rennen fahre, will ich nicht verlieren. Sterben und Verlieren ist das Gleiche", sagt Lance Armstrong in einem von der renommierten Londoner Times veröffentlichten Interview.
Nach den Erfahrungen des letzten Jahres, als er auch eine Portion Glück brauchte, um Jan Ullrich zu schlagen, kalkuliert er eine Niederlage nach fünf Siegen in Folge ein. Armstrong: "Dies könnte mein letztes Jahr sein. Ich weiß nicht, wie es dann weitergeht. Ob ich sage: okay, das war’s. Oder ob ich weitermache. Leute, die mich am besten kennen, würden wohl erwarten, dass ich es noch mal versuche!"
Armstrong kann es sich nur schwer vorstellen, in zwölf Monaten kein Rad-Profi mehr zu sein. „Ich bin aber offen für die Möglichkeit, dass jemand mir auf die Schulter tippt und sagt, deine Zeit ist vorbei“, sagt der Star des US-Postal-Teams.
Auch wenn Armstrong das nie zugeben würde, ist es anzunehmen, dass der überraschende Zeitfahrsieg bei der Algarve-Rundfahrt eine geplante Attacke gegen Ullrich war. "Ich überlegte, was würde ich machen, wenn ich gehört hätte, dass Ullrich ein Zeitfahren im Februar gewinnt. Wahrscheinlich würde ich mich sofort hinsetzen und 50 Situps machen. Bloß um irgendwas zu tun“, wird der große Bluffer zitiert."
Armstrong beteuert, kein Doping für seine Erfolge nötig zu haben. " Doping bleibe im Radsport immer ein Thema, meint Armstrong. „Ich bin nicht der erste und nicht der letzte, der verdächtigt wird. Aber ich kenne die Wahrheit. Das ist das einzige, was zählt. Die Leute wollen, dass der gewinnt, der am härtesten arbeitet, der den besten Trainer und das beste Team hat.“ Allerdings warnt er auch: „Genetisches Doping wird das nächste große Problem.“
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