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13.01.2026 | (rsn) – Mit 30 Fahrern wird das fusionierte Team Lotto – Intermarché in die Saison 2026 starten. Mit dabei sind auch die beiden Deutschen Jonas Rutsch und Georg Zimmermann, die am Montag am Medientag im belgischen Temse mit dabei waren.
Angeführt wird das 30-köpfige Aufgebot vom belgischen Trio Arnaud De Lie, Lennert Van Eetvelt und Jarno Widar, die bisher allesamt Lotto-Trikots trugen, wogegen von Intermarché nur neun Fahrer – darunter Rutsch und Zimmermann - übernommen wurden, zwei davon vom Nachwuchsteam. Nicht mehr dabei sein wird dagegen Biniam Girmay, der aufgrund der lange Zeit ungewissen Situation sich für einen Wechsel zum Israel-Premier-Tech-Nachfolger NSN entschieden hatte.
In Temse äußerte sich Team-Manager Jean-François Bourlat auch erstmals öffentlich zu den Umständen der Fusion, die bei den Fahrern der beteiligten Rennställe für große Verunsicherung und auch Kritik gesorgt hatte. Selbst nachdem das Management am 10. Dezember vom UCI-Lizenzkomitee Grünes Licht erhalten und die Aufgebote für das WorldTeam, das Devo-Team und das Women's ProTeam feststanden, hieß es, dass “vorerst keine weiteren Mitteilungen“ folgen würden.
“Für die Außenwelt war es vielleicht nicht einfach, das nachzuvollziehen, und wir sollten uns für die mangelnde Kommunikation entschuldigen. Aber ich denke, das war Teil des Problems. Es war ein komplizierter Vorgang, und manchmal muss man viele Informationen für sich behalten“, sagte Bourlet, der aber auch am Pressetag nicht ins Detail gehen wollte.
“Wir wären morgen immer noch hier“, so der Belgier, der dann doch sagen konnte, “dass wir mit Intermarché - Wanty nach unserem herausragenden Jahr 2024, in dem wir mit Biniam Girmay das Grüne Trikot der Tour de France gewannen, leider keinen zweiten Hauptsponsor finden konnten. Es gab Budgetschwierigkeiten. Uns war klar, dass wir nicht alleine weitermachen konnten, und deshalb hielten wir es für den richtigen Zeitpunkt, mit anderen Teams über eine mögliche Fusion oder eine andere Lösung zu sprechen.“
Schließlich seien kurz vor der Tour de France zwei Manager der belgischen Lotterie, dem Hauptsponsor des damaligen Zweitdivisionärs, auf das Intermarché-Management zugekommen, “um herauszufinden, ob wir genug Gemeinsamkeiten hätten, ob wir zusammenarbeiten und einen gemeinsamen Nenner finden könnten. Nach ein, zwei Treffen stellten wir fest, dass wir viel gemeinsam hatten.“ Man habe aber Stillschweigen bis nach der Frankreich-Rundfahrt vereinbart.
Aber bereits während der Tour kamen die ersten Gerüchte über eine bevorstehende Fusion auf. Wie Bourlat selbstkritisch anmerkte, hätten die Beteiligten die Kommunikation nicht organisieren können. “Vielleicht waren wir nicht offen genug. Aber man kann solche Dinge nicht einfach mit der ganzen Welt teilen.“ Man habe aber ausführlich mit den Fahrern gesprochen und auch “umgehend“ den Radsportweltverband UCI sowie Adam Hansen, den Chef der Fahrervertretung CDA, über die Pläne informiert.
Man habe sich sehr bemüht, tragfähige Lösungen für Fahrer und Mitarbeiter zu finden, betonte Bourlat. “Einige mussten sich ein anderes Team, andere einen anderen Job suchen. Das ist sicherlich nicht der angenehmste Teil der Fusion“, so der Manager, der sich aber von der Richtigkeit des Vorgehens überzeugt zeigte: “Wir mussten diesen Schritt gehen, um dahin zu gelangen, wo wir jetzt sind. Es war auf allen Ebenen kompliziert: Mitarbeiter, Fahrer, Sponsoren. Es handelt sich um zwei Unternehmen, die auch administrativ und rechtlich eine gemeinsame Basis finden müssen. Das ist nicht einfach.“
Speziell Girmays Wechsel bezeichnete Bourlat als “Verlust. Da die Fusion Zeit in Anspruch nahm, suchte er nach Sicherheit. Die konnten wir ihm nicht bieten, aber wir stehen weiterhin in gutem Kontakt“, sagte er zum Weggang des Eritreers. Sein mit einer WorldTour-Lizenz ausgestattetes Team sieht er dennoch auf einem guten Weg. “Wir sind jetzt finanziell besser aufgestellt, aber unser Budget hat sich nicht verdoppelt. Wir können weiterhin gut arbeiten und blicken für mindestens drei Jahren optimistisch in die Zukunft“, sagte Bourlat unter Anspielung auf den zu Saison 2026 begonnenen nächsten Dreijahreszyklus im Kampf um die WorldTour-Lizenzen.
Positive Nachrichten gab es auch zu De Lie, dem aussichtsreichsten Siegfahrer im Team. Nachdem der Belgier nach eigenen Worten eine Treppe hinuntergestürzt war und sich eine Bänderverletzung am Knöchelverletzung zugezogen hatte, konnte er vergangene Woche wieder trainieren – zwar nicht so viel wie die Kollegen “aber immerhin bin ich nicht untätig“, so De Lie in Temse zu den anwesenden Journalisten. “Das ist natürlich nicht ideal, aber letztendlich ist es besser, sich jetzt zu verletzen als im März.“
Nach aktuellem Stand wird der 23-Jährige am 15. Februar bei der Clásica de Almería in Spanien in seine fünfte Profisaison starten und nach der Volta ao Algarve (18. 22. Februar) bereit für das Openingsweekend sein, wo sowohl der Omloop Nieuwsblad (28. Februar) als auch tags darauf Brüssel-Kuurne-Brüssel (1. März) anstehen. Eine kleine Einschränkung machte der Sprint- und Klassikerspezialist jedoch: “Ich werde aber erst wieder starten, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Knöchel das mitmacht; ich gehe definitiv kein Risiko ein.“
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