Van der Poel und Philipsen trotz 11 Abgängen stark umringt

“Nicht Exodus“, sondern “natürliche Selektion“ bei Alpecin

Von Kevin Kempf

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Christoph Roodhooft bei der Präsentation am Freitag | Foto: Cor Vos

06.12.2025  |  (rsn) – Beim belgischen Rennstall Alpecin ändert sich in der kommenden Saison so einiges. Die Roodhooft-Brüder präsentierten am Freitag mit Premier Tech nicht nur einen neuen Sponsor, sondern auch den Kader für 2026; bei dem im Vergleich zu diesem Jahr ein Drittel der fahrenden Belegschaft ausgetauscht wird. Elf Profis verlassen das Team, zwölf neue stoßen hinzu, womit die Mannschaft mit 30 Fahrern die zugelassene Maximalgröße erreicht.

Unter den Abgängen sind neben dem Deutschen Juri Hollmann mit Quinten Hermans, Xandro Meurisse (beide Pinarello – Q36.5), Gianni Vermeersch (Red Bull – Bora – hansgrohe), Timo Kielich (Visma – Lease a Bike) vier Athleten, die mit den Roodhooft-Brüdern auch im Cyclocross aktiv sind oder waren. “Wir haben mit den Jungs jahrelang zusammen gearbeitet, aber irgendwann trennen sich die Wege. Timo Kielich ist neun Jahre bei uns gewesen, aber er hat eine Chance bei Visma bekommen und es ist logisch, dass er sie ergreift“, zeigte sich Christoph Roodhooft im Interview mit Wielerflits verständnisvoll.

Der Abgang von Edward Planckaert zu Soudal – Quick-Step stand schon fest, doch der momentan vielleicht beste Anfahrer der Welt machte einen Rückzieher. “Das wäre ein großer Verlust gewesen“, war Roodhooft erleichtert. “Wir haben Edward auf ein Niveau gebracht, auf dem er in Sprints der entscheidende Faktor sein kann“, so der Teamchef, der trotz der namhaften Abgänge “zufrieden mit dem Kader ist“.

Die zweite Reihe steht

“Ich denke, wir werden nächstes Jahr ein starkes Team haben. Etliche Fahrer haben uns verlassen. Es war sogar die Rede von einem Exodus. Aber ich denke, dass in vielen Bereichen eine einigermaßen natürliche Selektion stattgefunden hat“, erklärte Roodhooft, der damit aber wohl vor allem die Fahrer meinte, die früh andere große Teams gefunden haben: “Es gibt Leute, die sich finanziell stark verbessern konnten. Und das gönne ich ihnen.“

So bleiben Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen die unumstrittenen Kapitäne bei Alpecin. Hinter ihnen warten mit Kaden Groves und Tibor Del Grosso zwei Athleten, die ihrerseits große Erfolge erzielen können. Der australische Sprinter hat zehn Grand-Tour-Etappensiege auf dem Konto, der 22-jährige Niederländer bewies letzte Saison als Neoprofi sein Potenzial nicht nur als Sechster bei Dwars door Vlaanderen (1.UWT) und Etappensieger der Türkei-Rundfahrt (2.Pro). “Es ist lange her, dass wir über solche Talente wie Tibor Del Grosso in solch jungem Alter verfügten. Alles in allem könnten wir eine stärkere Frühjahrsmannschaft als bisher bilden“, befand Roodhooft.

Aussichten auf einen Platz neben van der Poel, Philipsen, Del Grosso und Groves haben bei den für die Mannschaft so wichtigen Kopfsteinpflasterrennen auch die Deutschen Henri Uhlig und Maurice Ballerstedt. Letzterer kehrt nach einjährigem Ausflug zum Gravel zu Alpecin zurück. Auch die Österreicher Tobias Bayer und Michael Gogl sowie der Schweizer Silvan Dillier gehören nach wie vor zum Aufgebot der WorldTour-Equipe.

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