Auch kleinere Rennställe sprechen sich dagegen aus

Profiteams lehnen UCI-Vorschlag von Budgetobergrenze ab

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David Lappartient bei der Straßen-WM 2024 in Zürich. | Foto: Cor Vos

13.11.2025  |  (rsn) – Mit dem Einstieg finanzkräftiger Sponsoren wächst auch im Radsport die Kluft zwischen den Teams immer weiter an. Die zunehmende Dominanz von Rennställen wie UAE – Team Emirates -XRG, Red Bull – Bora – Bora – hansgrohe, Lidl – Trek oder Visma – Lease a Bike bereitet dem Radsportweltverband UCI zunehmend Sorge, weil dadurch auch die sportliche Chancengleichheit sinkt.

Deshalb kündigte UCI-Präsident bereits im vergangenen Jahr an, eine Budgetobergrenze einführen zu wollen. “Ziel ist es, sportliche Fairness zu gewährleisten, indem übermäßige Unterschiede zwischen den Teams verhindert werden“, hieß es damals in einer Pressemitteilung des Weltverbandes.

Der Vorschlag scheint aber nach Ablehnung durch die Rennställe vom Tisch zu sein – paradoxerweise hätten sich vor allem die finanzschwächeren Mannschaften dagegen ausgesprochen, wie Lappartient in einem Interview mit der französischen Zeitung Ouest France verriet. “Ich war überrascht, dass es vor allem die kleineren Teams waren, die es abgelehnt haben. Ich denke, sie irren sich, denn ich halte es für notwendig, gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen“, sagte der Franzose.

Für Lappartient ist aber nach wie vor klar, dass sich ohne regulierende Eingriffe das Gefälle zwischen den Rennställen vergrößern wird. “Die großen Teams verfügen über sehr große Budgets, was bedeutet, dass man als kleines Team heutzutage eher Zuschauer ist. Früher konnte man dagegen auch mit einem relativ begrenzten Budget konkurrenzfähig sein und gute Ergebnisse erzielen“, erklärte er.

Wie die UCI auf die Ablehnung reagieren wird, ist noch nicht klar.

 

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