Deutsche Avenir-Revanche fast geglückt

Rowe schlägt Leidert im Ausreißersprint knapp

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Rowe schlägt Leidert im Ausreißersprint knapp"
Im alltäglichen Leben fährt Elliot Rowe für Visma - Lease a Bike Development. | Foto: Cor Vos

25.08.2025  |  (rsn) – Einen Tag nachdem das gesamte deutsche Team das erste Feld bei der Tour de l’Avenir verpasst hatte, hätte Louis Leidert auf der 2. Etappe fast zurückgeschlagen. Im Sprint von 19 Ausreißern musste sich der Fahrer von Lidl – Trek Future Racing nur knapp dem Briten Elliot Rowe geschlagen geben. Der Visma-Development-Athlet hatte sich die meiste Zeit am Ende der Gruppe aufgehalten, da sein Teamkollege und Vortagessieger Noah Hobbs der Favorit für den Massenspurt gewesen war.

Dritter wurde der Luxemburger Alexandre Kess, der normalerweise für das deutsche Team Lotto – Kern Haus – PSD Bank in die Pedale tritt, vor dem tschechischen Meister von 2024, Tomas Pridal, sowie Uno-X-Profi Simon Dalby aus Dänemark. Der Franzose Maxime Decomble, der im Winter den Sprung von der Nachwuchs- in die WorldTour-Mannschaft von Groupama – FDJ vollziehen wird, sicherte sich als Tageszehnter das Gelbe Trikot.

Unter den ursprünglich 21 Ausreißern befanden sich einige starke Kletterer wie Rowe, Pridal, Dalby, VF-Group-Profi Filippo Turconi (Italien), und Arno Wallenborn (Luxemburg) vom Tudor U23 Team. Da diese Fahrer so viel wie möglich Zeit auf die anderen Klassementfahrer gewinnen wollten, blieb das Tempo in der Gruppe hoch und es gab bis zum letzten Kilometer keine nennenswerten Angriffe. Leidert hatte mit Silas Koech einen Teamkollegen dabei, doch als der Spurt begann, fanden die beiden Deutschen nicht zueinander. Leidert war schlechter platziert als Rowe. Der 20-Jährige war zwar der Schnellste, letztendlich ging ihm auf der Zielgerade aber der Asphalt aus und er musste sich mit Rang zwei zufrieden geben.

Im Klassement liegt Decomble nun sechs Sekunden vor Dalby und dem Australier Jack Ward. Bester der drei Topfavoriten Paul Seixas (Frankreich), Jorgen Nordhagen (Norwegen) und Jarno Widar (Belgien) ist der Decathlon-Profi, der wie Bullen-Rookie Lorenzo Finn (Italien) 2:02 Minuten Rückstand aufweist. Rowe übernahm mit seinem Sieg das Punktetrikot, Juan José Prieto (Mexiko) ist der neue Führende in der Bergwertung.

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