De Gendts Team legt Protest ein

Begleitmotorrad entscheidet Lüttich-Bastogne-Lüttich der Junioren

Von Kevin Kempf

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Die Cote de la Redoute | Foto: Cor Vos

11.05.2025  |  (rsn) – Der Brite Harry Hudson (Fensham Howes – MAS Design) und der Belgier Leander de Gendt (Cannibal Victorious) stürmten am Samstag bei der 4. Ausgabe von Lüttich-Bastogne-Lüttich der Junioren Seite an Seite zum Ziel an der Cote de la Redoute, als das vor ihnen fahrende Begleitmotorrad plötzlich wenige Meter vor dem Zielstrich quer über die Straße schwenkte und den Mann vom Bahrain-Nachwuchsteam so zum Ausweichen zwang.

De Gendt konnte zwar einen Sturz vermeiden, zum Sieg fehlten ihm kurz danach aber ein paar Zentimeter. Er beschwerte sich sofort lauthals, sein Sportlicher Leiter Francis van Mechelen legte später bei der Jury Protest ein. Sein Vorschlag, dass die beiden Spitzenreiter ex aequo zu Siegern erklärt werden sollten, wurde abgewiesen, da die Jury dazu keine Berechtigung gehabt habe.

Van Mechelen und sein Team legten danach Einspruch beim Radsportweltverband UCI ein. Wann der Fall behandelt wird, steht bislang nicht fest. Für de Gendt gab es nach dem Debakel von der Redoute auch noch gute Nachrichten. “Er war der beste Mann im Rennen und hat etwas Positives vom Bahrain-Devo-Team gehört“, deutete van Mechelen an. Damit meinte der Belgier vermutlich, dass sein 17-Jähriger Schützling nächste Saison zum Bahrain Victorious Development Team wechseln wird.

Dem Polizisten auf dem Begleitmotorrad ist man bei Bahrain übrigens nicht böse. "Er kam direkt nach dem Rennen, um sich zu entschuldigen. Er hatte ein Papier, auf dem stand, dass das Ziel oben auf der Redoute an der Kapelle sei. Darum war er so knapp vor den Fahrern. Erst auf den letzten Metern bekam er das Zeichen, dass er vom Parcours muss", erklärte van Mechelen.

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