So wenige Siege wie noch nie

Ineos krempelt Struktur und Sportliche Leitung um

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Ineos Grenadiers beim Critérium du Dauphiné | Foto: Cor Vos

23.10.2024  |  (rsn) – Schon seit einigen Jahren haben UAE Team Emirates und Visma – Lease a Bike dem früheren Platzhirsch Ineos Grenadiers bei den großen Rundfahrten den Rang abgelaufen. Die Saison 2024 stellte aber einen Tiefpunkt in der Geschichte des 2010 gegründeten britischen Rennstalls dar.

Ganze 14 Siege gelangen dem nach wie vor hochklassig besetzten Aufgebot, in der Weltrangliste landete Ineos Grenadiers nur auf Rang sieben, Carlos Rodriguez war der einzige Fahrer, der Gesamtwertung einer Rundfahrt gewinnen konnte: Der Spanier entschied im Frühjahr die Tour de Romandie (2.UWT) knapp vor dem Red-Bull-Duo Aleksandr Vlasov und Florian Lipowitz für sich.

Hinzu kommen Querelen mit Tom Pidcock, dem Großverdiener im Team. Der Gewinner des diesjährigen Amstel Gold Race wurde angeblich auf Intervention des Managements kurzfristig aus dem Aufgebot für Il Lombardia gestrichen. Aus dem vorzeitigen Wechsel zum Zweitdivisionär Q36.5, nach verschiedenen Medienberichten bereits beschlossene Sache, scheint nun allerdings doch nichts zu werden.

Arvesen wird neuer Leitender Sportdirektor

Dafür hat Ineos Grenadiers Struktur- und Personalveränderungen in der Sportlichen Leitung beschlossen. Nachdem der im Frühjahr verpflichtete Scott Drawer als neuer Performance Director eine sechsmonatige Bestandsaufnahme vorgenommen hat, wurde Kurt Asle Arvesen, bei der Gründung des damaligen Sky-Teams als Fahrer dabei war und Ende 2011 seine Karriere beendete, als neuer leitender Sportdirektor präsentiert. Der Norweger war in den vergangenen Jahren in dieser Funktion für den Zweitdivisionär Uno-X Mobility tätig.

Fest etabliert im Kreis der Sportdirektoren wird künftig auch Leonardo Basso sein. Der Italiener fuhr von 2018 bis 2021 für Ineos und gehörte in der abgelaufenen Saison als freiberuflicher Sportdirektor zum Team. Neu dabei sein werden der Trainingswissenschaftler und Trainer Tom Helleman (von dsm-firmenich – PostNL), der bisherige niederländische Bahn-Nationaltrainer Mehdi Kordi (als neuer Head of Performance Support and Innovation) und der Aerodynamik-Experte Luca Oggiano (als neuer Director of Research and Development).

Wie es hieß, werde auch ein neuer Leiter für Technik und Technologie ernannt sowie die Namen weiterer neuer Mitarbeiter bekannt gegeben.

Die neue Struktur werde sich auf drei Hauptbereiche fokussieren: Grand Tours und kleinere Etappenrennen, Klassiker und Eintagesrennen sowie die Talentsichtung. Schwerpunkte würde auf spezielles Coaching in den Bereichen Zeitfahren, Sprint- und Kraftentwicklung, Ausdauertrainingswissenschaft, Rennstrategie, Aerodynamik und Technologieentwicklung gelegt.

Der Ansatz sei von anderen Disziplinen wie etwa dem Bahnradsport und Ausdauersportarten wie Langlauf, Triathlon und Langstreckenlauf inspiriert und soll auch neue Entwicklungen in der Trainings- und Wettkampfwissenschaft anwenden, erklärte das Team auf seiner Website.

“Das ist ein Team mit einer stolzen Erfolgsgeschichte und wir sind alle entschlossen, wieder ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen. Unsere neue Leistungsstruktur und unser neuer Ansatz sind der Schlüssel, um das nächste Kapitel für das Team aufzuschlagen“, kommentierte General Manager John Allert auf der Ineos-Website die anstehenden Veränderungen.

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