Visma und Plugge sind Initiatoren der Idee

Ronde van Nederland vor Comeback im Rennkalender?

Von Sebastian Lindner

Foto zu dem Text "Ronde van Nederland vor Comeback im Rennkalender?"
Archivbild der Ronde van Nederland aus dem Jahr 1993 | Foto: Cor Vos

19.09.2024  |  (rsn) – Die Niederlande stellen einige der besten Profis der Welt, unter anderem in Mathieu van der Poel den noch amtierenden Weltmeister auf der Straße. Doch Chancen, sich in der Heimat zu präsentieren, haben die Niederländer kaum. Das Amstel Gold Race ist das einzige Rennen wirklich dort beheimatete Rennen, die Renewi Tour, einst als Benelux-Rundfahrt an den Start gegangen, macht nur noch sporadische Abstecher in die Niederlande. Auf der ProSeries gibt es nicht einen Wettkampf im fahrradverrückten Land. Selbst die Zahl der .1-Rennen auf der Europe Tour noch eine Stufe darunter ist übersichtlich und beschränkt sich auf vier.

Doch die ZLM-Tour als einzige Profi-Rundfahrt, die in jene Kategorie fällt, soll ab 2025 Konkurrenz bekommen. Oder besser: Gesellschaft. Denn wie die niederländische Tageszeitung AD berichtet, steht die Ronde van Nederland vor ihrem Comeback. 2004 war Erik Dekker nach 44 Austragungen der bisher letzte Sieger der Rundfahrt, die danach in der Renewi Tour aufgegangen war. Das Blatt beruft sich auf TIG Sports. Das Unternehmen organisiert in den Niederlanden von Shorttrack über Rudern bis Golf diverse Sportveranstaltungen und soll ab der kommenden Saison auch die Tour of the Netherlands im Portfolio haben.

Einen Antrag an die UCI habe der Veranstalter bereits gestellt, und zwar für ein 2.1-Rennen vom 14. bis zum 19. Oktober. In einer Pressemitteilung schreibt TIG, dass ein Prolog und fünf Etappen, teilweise mit Klassikercharakter, die Rundfahrt formen sollen, ausgefahren hauptsächlich auf Rundkursen, um logistische Probleme, die Radrennen in den Niederlanden selten gemacht haben, zu lösen.

Laut AD ist der Initiator der Wiederbelebung der Rundfahrt das Team Visma – Lease a Bike mit Teamchef Richard Plugge und Sander Kruis, kaufmännischer Direktor. “Sie haben mit verschiedenen Leuten darüber gesprochen und hier und da Samen gepflanzt - und jetzt gibt es tatsächlich jemanden, die die Herausforderung annimmt“, schreibt die Zeitung.

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