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03.10.2022 | (rsn) – Davide Ballerini hat bei der 103. Coppa Bernocchi (1.Pro) eine beeindruckende Vorstellung seiner Mannschaft Quick-Step Alpha Vinyl perfekt vollendet und seinen zweiten Saisonsieg eingefahren. Nach zahlreichen Angriffen von Julian Alaphilippe und Ilan Van Wilder war der Italiener nach 190,7 Kilometern mit Start und Ziel in Legnano der schnellste Mann im Sprint des dezimierten Feldes und wurde Nachfolger seines Teamkollegen Remco Evenepoel, der die letztjährige Austragung gewonnen hatte.
Zweiter wurde der Neuseeländer Corbin Strong (Israel – Premier Tech) vor Ballerinis Landsmann Stefano Oldani (Alpecin – Deceuninck) und Matteo Trentin (UAE Team Emirates), dem dritten heimischen Fahrer in den Top 5. Rang fünf belegte der Spanier Ivan Garcia Cortina (Movistar).
“Ich bin sehr glücklich, denn ich habe diesen Sieg wirklich gebraucht. Er zeigt, dass ich meine Form wieder gefunden habe, nachdem ich bei der WM nicht die beste Zeit erlebt hatte“, sagte Ballerini, der zudem als erster Italiener seit vier Jahren bei der Coppa Bernocchi triumphierte. “Ich freue mich über diesen Erfolg auf heimischem Boden und darüber, dass ich den Jungs ihre großartige Arbeit zurückzahlen konnte“, fügte er an.
“Ich weiß nicht ob das eine schlaue Entscheidung war, aber es hat Spaß gemacht, es mit einer Attacke zu probieren“, resümierte der deutlich geschlagene Strong, der im Finale mit einigen Begleitern attackiert hatte. “Im Sprint bin ich leider nicht mehr an Ballerini vorbeigekommen“, so der Neoprofi, der seit seinem Etappensieg bei der Tour of Britain (2.Pro) einen Lauf hat.
So lief das Rennen:
Jon Barrenetxea (Caja Rural – Seguros RGA), Alain Jousseaume (TotalEnergies), Giulio Masotto (Corratec) und der Stagiaire Francisco Munoz (Eolo – Kometa) lösten sich unmittelbar nach dem Start aus dem Feld. Masotto musste schon eingangs der letzten hundert Kilometer seine Begleiter ziehen lassen, ehe die Favoriten im Feld schon in der vierten von sieben Runden durch das Hinterland von Legnano Ernst machten.
Eine stark besetzte Gruppe um Alaphilippe setzte sich am Piccolo Stelvio ab. Bei der nächsten Passage am einzigen Anstieg des Rennens griff der Franzose erneut an, nur Marc Hirschi (UAE Team Emirates) und Einer Augusto Rubio (Movistar) ihm folgen. Das Trio fing mit Jousseaume auch den letzten Fahrer der Ausreißergruppe ein, wurde seinerseits aber von einigen Verfolgern gestellt.
Zehn Kilometer später setzten sich Van Wilder, Rubio, Diego Ulissi (UAE Team Emirates) und erneut Jouseaume aus der Spitzengruppe ab. An der letzten Passage am Piccolo Stelvio 33 Kilometer vor dem Ziel griffen Alaphilippe und Hirschi aus der Verfolgergruppe an und erhielten Verstärkung von Mikkel Frolich Honore (Quick-Step Alpha Vinyl), Ion Izagirre (Cofidis) und dem 19-jährigen Groupama-Gastfahrer Romain Gregoire.
Alaphilippe, van Wilder und Hirschi geben nicht auf
Knapp 30 Kilometer vor dem Ziel liefen die beiden Gruppe zusammen, das dezimierte Feld hatte seinen Rückstand aber schon auf eine Minute reduziert und stellte die nicht miteinander kooperierenden Ausreißer schließlich wieder. Doch erneut gingen Alaphilippe, van Wilder und Hirschi in die Offensive. Dieses Mal bekamen sie Gesellschaft von Hirschis Teamkollegen Alessandro Covi, Jhonatan Narvaez (Ineos Grenadiers), Oldani und Strong.
Mehr als zwanzig Sekunden Vorsprung bekamen die Sieben allerdings nicht zugestanden. Elf Kilometer vor dem Ziel setzten sich Strong, Narvaez, Covi und van Wilder von ihren Begleitern ab, wurden aber nur zwei Kilometer wie ihre Begleiter zuvor wieder eingefangen. Im Finale übernahmen UAE Team Emirates und Quick-Step Alpha Vinyl die Verantwortung. Sie zogen auf der langen Zielgeraden ihren Sprintern den Spurt an, den Ballerini deutlich vor Strong und Oldani gewann.
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