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21.08.2022 | (rsn) – Für die deutschen Fahrer und Teams war die Baltic Chain Tour (2.2) eine Reise wert. Für positive Schlagzeilen sorgten in Estland in erster Linie Mika Heming (ATT Investment) und Henri Uhlig (Alpecin – Deceuninck Development). Aber auch die drei deutschen Mannschaften Berthold Rad-Team, Wheelsports Metropol Racing sowie die Deutsche Nationalmannschaft zeigten ansprechende Leistungen.
Über zwei Siege bei der viertägigen Rundfahrt, die an die aus Protest gegen den Eisernen Vorhang gebildete Menschenkette in den späten 80er-Jahren von Lettland nach Estland erinnert, durfte sich auch Bora – hansgrohe freuen. Denn der für die estnische Nationalmannschaft fahrende Martin Laas konnte am Schlusstag in Tallinn seinen zweiten Etappensieg in seiner Heimat einfahren. Nach 198 Kilometern ließ Laas im Sprint Uhlig hinter sich, der zum Abschluss seine zweite Podiumsplatzierung einfuhr. Am Ende standen für Uhlig die Plätze zwei, drei und vier zu Buche.
Auf allen vier Etappen in die Top Ten fuhr Heming. Zum Auftakt wurde der in Tschechien lebende Deutsche Zweiter und ließ dann noch die Plätze fünf, sieben und sieben folgen, was im Schlussklassement Rang drei bedeutete. Den Gesamtsieg holte sich Laas' Landsmann und Nationalmannschaftskollege Rait Ärm, der üblicherweise für die Groupama-Development-Equipe fährt.
“Ich bin mit dem Team zur Baltic Chain Tour gekommen, um unseren Sprinter Tomaš Barta so gut es geht auf den Etappen zu unterstützen. Wir wussten aber auch, dass Fluchtgruppen funktionieren können. Ich habe deswegen das OK für die 1. Etappe bekommen, in die Fluchtgruppe zu gehen, was nach etlichen Versuchen auch geklappt hat. Das war die Grundlage für das GC-Ergebnis“, sagte Heming zu radsport-news.com.
Am Schlusstag musste er seinen zwischenzeitlich zweiten Gesamtrang noch an Etappensieger Laas abgeben. “Ich bin aber trotzdem zufrieden mit dem Ergebnis und wie das Team gearbeitet hat“, fügte Heming an.
Lenne fährt für Berthold Rad Team in die Top Ten
Knapp die Top Ten in der Gesamtwertung verpasste das Berthold Rad Team, das Arthur Lenne auf Rang 13 brachte. Lenne war wie Heming am ersten Tag in der 20-köpfigen Ausreißergruppe dabei und legte so den Grundstein für sein Ergebnis. Allerdings hatte sich sein Team mehr erhofft, als nur einen Fahrer an jenem Tag in die Spitzengruppe zu bringen. “Wir sind also eher semi-gut gestartet, zumal Arthur auch noch eine Minute auf den Sieger bekommen hat, damit war das GC auch gelaufen“, sagte Kapitän Toni Franz zu radsport-news.com.
Auf der 2. Etappe wählten die Fahrer des Berthold Rad-Teams im Finale an einem Kreisverkehr die falsche Seite und verpassten so den Sprung in die Top Ten. So fuhren Lenne und Franz Seite an Seite auf die Plätze elf und zwölf. Am vorletzten Tag stürzte Franz heftig und zog sich zahlreiche Schürfwunden zu, wogegen Lenne mit Rang neun für die erste Top-Ten-Platzierung sorgte. Auf der Schlussetappe wurde Franz trotz seiner Sturzverletzungen erneut Zwölfter.
“Ich hatte nach dem Sturz nicht die Eier, voll in die letzte Kurve zu schießen. Ich bin schon immer vorne mit dabei, aber leider fehlt mir doch der letzte Rest zu einem richtigen Top-Ergebnis“, so Franz, der auch mit Blick Auf den 13. Gesamtrang von Lenne sagte. “Alles in allem sind wir zufrieden.“
Nationalteam zeigte sich häufig in Ausreißergruppen
Eine ähnliche Bilanz gelang auch der Deutschen Nationalmannschaft, die am ersten Tag Malte Maschke in die Gruppe des Tages bringen konnte. Maschke verlor aber wie Lenne im Finale den Kontakt zur Spitze und überquerte den Zielstrich auf Rang 18. Am Schlusstag wurde er Dreizehnter und schloss die Rundfahrt damit auf Rang 14 ab.
"Wir sind ein offensives Rennen gefahren, konnten uns aber, abgesehen vom Ergebnis von Malte, dafür nicht ganz belohnen", sagte Michael Zippan, der die Nationalmannschaft betreute, zu radsport-news.com. Nachdem Maschke am ersten Tag in der Gruppe dabei war, im hart ausgetragenen Finale aber nicht mit mit den Besten mithalten konnten, besetzten an denfolgenden Tagen Nicolas Heinrich, Leon Rohde und Domenic Weinstein die Gruppen, die jedoch alle rechtzeitig zum Sprintfinale gestellt worden waren. "Wir können mit der gezeigten Leistung zufrieden sein, gerade wenn man bedenkt, dass einige Fahrer noch zuletzt erst die Bahn-EM bestritten haben", spielte Zippan auf Weinstein, Heinrich und Tobias Buck-Gramcko an.
Wheelsports-Metropol Racing brachte trotz Merseburg-Sturz alle ins Ziel
Das dritte deutsche Team am Start verpasste zum Auftakt den Sprung in die Ausreißergruppe und somit auch alle Chancen auf ein Spitzenergebnis im Gesamtklassement. Dafür zeigte sich Marian Pohlenz auf den Etappen zwei und drei und fuhr auf den Plätzen 15 und 17 über den Zielstrich.
Die Fahrer von Wheelsports-Metropol Racing bei der Baltic Chain Tour. Foto: Wheelsports-Metropol Racing
"Insgesamt sind wir zufrieden mit der Rundfahrt. Bei ungewohnt heißen Temperaturen haben wir auf den Etappen mit viel Wind zu tun gehabt. Marian Pohlenz hat für uns gute Ergebnisse eingefahren und Robin Fischer hat sich immer wieder in Ausreißergruppen gezeigt. Wir wollten zudem mit allen fünf Mann in Tallinn ankommen, das haben wir geschafft. Auch unser Road Captain Dominik Merseberg hat es nach seinem schweren Sturz auf einem Gravel-Sektor am zweiten Tag geschafft und sich dazu noch voll in den Dienst der Mannschaft gestellt", zeigte sich Teamchef Hannes Walter gegenüber radsport-news.com mit der Leistung einverstanden
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