Weltmeister im Quick-Step-Trainingscamp

Alaphilippe nach Horrorsturz zurück auf dem Rad

Von Peter Maurer

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Julian Alaphilippe (Quick-Step - Alpha Vinyl) | Foto: Cor Vos

24.05.2022  |  (rsn) – Das Schulterblatt und zwei Rippen brach sich Julian Alaphilippe (Quick-Step – Alpha Vinyl) vor knapp einem Monat bei Lüttich-Bastogne-Lüttich. Viel schwerer war aber noch, dass sich bei dem Sturz eine der  Rippen in die Lunge bohrte. Mittlerweile ist der zweimalige Weltmeister wieder zurück auf dem Rad und hat sich nun dorthin begeben, wo er nach dem Ardennenkklassiker eigentlich hinwollte – in die Sierra Nevada.

"Die guten Nachrichten sind, dass sich meine Lunge wieder vollständig erholt hat. Die Brüche waren sehr schmerzvoll, aber solche Verletzungen brauchen Zeit", berichtete der 29-Jährige, der sich nun im Quick-Step-Trainingscamp wieder langsam rantastet. "Nach den letzten Untersuchungen in Herentals war es schön, endlich wieder auf das Rad zu steigen", wurde er in der Presseaussendung seiner Mannschaft zitiert.

Seine ersten Radeinheiten absolvierte Alaphilippe auf der Rolle: "Richtig glücklich war ich aber erst, als ich wieder ein paar Stunden auf der Straße gefahren bin." Nachdem die ersten Einheiten problemlos funktionierten, entschied sich Alaphilippe, in die Sierra Nevada zu reisen und sich dort seinen Teamkollegen anzuschließen.

"Ich kann noch nicht dieselben Umfänge machen wie die Jungs hier, da ich noch etwas Zeit brauche, um in Form zu kommen. Außerdem will ich vorsichtig sein und nicht zu hart zu trainieren", erklärte Alaphilippe, der aber mit den ersten Fortschritten sehr zufrieden ist. "Jeden Tag spüre ich Verbesserung und ich hoffe, dass geht so weiter. Die Verletzungen brauchen noch Zeit, um auszuheilen", fügte er an.

Ursprünglich wollte sich der 29-Jährige nach Lüttich-Bastogne-Lüttich der Tourvorbereitung widmen. Doch die Frankreich-Rundfahrt ist derzeit ein weit entferntes Ziel für Alaphilippe, der vor drei Jahren mit seinen Etappensiegen und elf Tagen im Gelben Trikot begeisterte, ehe er schlussendlich den fünften Gesamtrang belegte.

"Ich versuche, optimistisch zu bleiben, aber es wird noch Zeit brauchen. Wenn alles klappt wie erhofft, dann gibt es noch eine Option auf die Tour de France, die am 1. Juli in Kopenhagen beginnt. Ich möchte dies, aber wir dürfen nichts übereilig machen und müssen geduldig bleiben, bevor entschieden wird, wenn ich wieder Rennen fahre."

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