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14.01.2022 | (rsn) – Bislang wollte sich André Greipel, der im vergangenen Herbst seine Karriere beendet hatte, noch nicht konkret zu neuen Projekten äußern. Eine Aufgabe hat er aber bereits gefunden: die Unterstützung von Nachwuchstalenten in seiner Heimat.
Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, hat der gebürtige Rostocker Max Briese unter seine Fittiche genommen. Der 18-Jährige ist auf der Bahn Deutscher U19-Meister im Sprint und Zeitfahren und gehört dem PSV Rostock am, der auch Greipels Heimatverein war. Brieses Ziel: ein erfolgreicher Wechsel auf die Straße.
Sein Trainer Peter Sager, der früher auch Greipel und Jan Ullrich trainierte, bat seinen Ex-Schützling um Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten Team für den Youngster. Greipel habe daraufhin seine “Fühler ausgestreckt“ und mit Saris Rouvy Sauerland ein Kontinantal-Team präsentiert, das im vergangenem Jahr unter anderem die Rad-Bundesliga für sich entschied.
“Es ist das beste Nachwuchsteam in Deutschland. Sie finden das Projekt sehr interessant, einen jungen Sprinter vielleicht ans Profi-Dasein auf der Straße heranführen“, so der frühere Weltklassesprinter über den Rennstall von Manager Jörg Scherf. Ziel sei es gewesen, “zu sehen, wo Möglichkeiten bestehen, dass Max ein gutes Rennprogramm bekommt“. Doch damit ist die Arbeit für den 39-Jährigen noch nicht getan. Greipel schreibt Trainingspläne für Briese, begleitet ihn – meistens aus der Distanz – so gut wie eben möglich.
Bei den offenen Winterbahn-Meisterschaften im nordrhein-westfälischen Büttgen war der elfmalige Tour-de-France-Etappensieger dann auch mal mit vor Ort. Und zeigte sich begeistert, wie sich der Junior im Feld der Elite im Omnium einen dritten Platz erkämpfte. Greipel war “geflasht, wie Max von Rennen zu Rennen besser klargekommen ist. Das Level war schon ziemlich hoch. Dass er als Sprinter so schnelle, lange Rennen fahren und auch mitbestimmen kann – das war schon beeindruckend.“
Es wird sicher nicht Greipels einzige Beschäftigung bleiben, doch Brieses Weg wird er weiter verfolgen. “Der Schritt, zum Kontinental-Team zu gehen, war sein eigener Wille. Er ist ambitioniert und traut sich das zu. Ich denke, dass er dort gut Fuß fassen wird", prognostizierte Greipel.
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