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21.03.2020 | (rsn) – Als Ex-Profi, U23-Nationaltrainer und Sportdirektor bei rad.net – Rose verfügt Ralf Grabsch über einen großen Erfahrungsschatz. Doch eine Zwangspause mitten in der Saison hat der Ex-Profi noch nicht erlebt. “Das ist eine große Herausforderung für Sportler und auch Trainer. Niemand weiß, wann und wo die ersten Rennen wieder bestritten werden können“, sagte Grabsch gegenüber radsport-news.com mit Blick auf die Folgen der Corona-Pandemie.
Neben der Trainingssteuerung geht es für Grabsch nun vor allem darum, die richtige Trainingsmethodik zu wählen, um seine Sportler mental zu unterstützen und sie über einen unbestimmten Zeitraum hinweg auf einem guten sportlichen Niveau zu halten. “Besonders Sportler müssen mit Spaß und der dazugehörigen Frische das Training absolvieren und hier die Motivation und Willenskraft aufbringen“, sieht Grabsch aber auch die Fahrer selbst in der Verantwortung, sich von der ungewohnten Situation nicht unterkriegen zu lassen.
Zumindest unmittelbare Zukunftsängste müssen die Fahrer von rad.net – Rose nicht haben. “In unserem Team wird es zum aktuellen Stand keine Veränderungen geben, deswegen werden die Verträge mit den Sportlern weiterlaufen“, meinte Grabsch. Der 46-Jährige hofft zudem, dass die Sponsoren “auch in dieser schwierigen Zeit unseren Weg mitgehen und uns weiterhin unterstützen werden. Je mehr wir in dieser Zeit an einem Strang ziehen, desto mehr schweißt es uns alle zusammen.“
Dabei spielte Grabsch auch darauf an, dass die Sponsoren für ihre Zahlungen derzeit kaum einen Gegenwert in Form von Renneinsätzen erhalten. “Fakt ist, dass wir uns als Team nicht unseren Sponsoren präsentieren und zeigen dürfen. Aber wir haben auch keine Möglichkeit, uns für andere mögliche Sponsoren interessant zu machen“, erläuterte der Sportdirektor, der anfügte: “Das erschwert uns als kleines Team die Sponsorensuche, um frühzeitig unseren Etat für 2021 zu sichern.“ Dennoch ist Grabsch optimistisch, "dass unser Team auch in den nächsten Jahren weiterhin auf sich aufmerksam machen wird, und das geht natürlich nur als Teil des Pelotons."
Für diese Saison geht Grabsch davon aus, dass vor Juni keine Rennen möglich sein werden. Deshalb befürwortet er, die Saison bis November zu verlängern. “Wenn ich die Witterung zu dieser Zeit in den zurückliegenden Jahren sehe, könnten wir problemlos auch zu diesem Zeitpunkt noch Rennen bestreiten“, betonte er und unterstützte damit die Idee von David Lappartient, dem Präsidenten des Radsportweltverbands UCI.
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