“Ich habe das wirklich gebraucht“

Naesen absolvierte eine zwölfstündige Runde durch Flandern

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Oliver Naesen (AG2R) | Foto: Cor Vos

19.03.2020  |  (rsn) - Die Flandern-Rundfahrt und alle anderen Frühjahrsklassiker sind wie alle sonstigen Sportveranstaltungen auch der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen. Doch Oliver Naesen (AG2R) hat sich davon nicht stoppen lassen und hat seine ganz persönliche “Ronde“ absolviert.

Der Belgier radelte am Mittwoch mit seinem Trainingspartner Maxim Pirard 365 Kilometer quer durch Flandern und befand danach gegenüber dem TV-Sender Sporza: “Ich habe das wirklich gebraucht. Wenn du auf dein Handy schaust oder fernsiehst, hörst oder siehst du nur Sachen über das Coronavirus. Das ist nicht schön", begründete er eine Zwölf-Stunden-Tour, die nur von kleineren Pausen von insgesamt 40 Minuten Länge unterbrochen waren. "Wir waren dreimal in einer Bäckerei, um Donuts zu essen. Die Intensität war sehr gering, wir haben beim Fahren geplaudert und nie aus Kurven heraus beschleunigt."

Wie die Strava-Daten zeigen, starteten Naesen und Pirard, aktueller Grand-Fondo-Weltmeister und ehemals Stagiaire bei Bahrain - Merida, um 5.30 Uhr noch bei Dunkelheit in Teralfene westlich von Brüssel und kehrten um 18.00 Uhr zurück. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Duos betrug 30,4 km/h, wobei Naesen durchschnittlich 182 Watt trat.

"Ob ich gut geschlafen habe? Fantastisch. Wie ein Stein. Ich bin letzte Nacht sogar auf der Couch eingeschlafen", sagte Klassikerspezialist Naesen am Donnerstagmorgen zu Sporza. "Meine Beine haben sich auf jeden Fall großartig angefühlt. Es macht keinen Unterschied. Das war keine verrückte Leistung. Lange Zeit war es eine entspannte Fahrt, um den Kopf leer zu kriegen. Ich würde so was meinen Eltern nicht empfehlen, aber die Kollegen können es definitiv ausprobieren.“

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