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15.02.2019 | (rsn) - Seitdem Alexander Kristoff (UAE - Team Emirates) Profi ist, hat er noch keine Ausgabe der Tour of Oman verpasst. 2019 steht er zum zehnten Mal im Starterfeld der Rundfahrt. Zuletzt verpasste der Norweger nur knapp seinen ersten Saisonerfolg bei der Volta a la Comunitat Valenciana (2.1), als er auf dem Schlussabschnitt der mehrtägigen Tour nur knapp Dylan Groenewegen (Jumbo - Vosma) unterlag. Auf der Arabischen Halbinsel möchte Kristoff nun seinen ersten Sieg 2019 feiern.
"Ich habe in den letzten vier Austragungen immer Etappen gewonnen und ich mag die Rundfahrt gerne. Die Atmosphäre ist ruhig, obwohl die Rennen hart sind. Für mich war es immer eine gute Vorbereitung für die Klassiker", erklärte Kristoff im Gespräch mit radsport-news.com. Mit acht Tagessiegen ist er der erfolgreichste Teilnehmer in der zehnjährigen Geschichte des Rennens. Darum sah der 31-Jährige auch keinen Grund, diesmal ein anderes Rennen der Tour of Oman vorzuziehen. "Wenn ein Rezept funktioniert, dann sollte man es auch nicht verändern", schmunzelte der Skandinavier.
Zwei der sechs Tagesabschnitte kommen den Sprintern entgegen. Der Auftakt führt die Fahrer über flache Küstenabschnitte in Richtung Nordwesten: "Die Etappe ist für mich wohl ein wenig zu leicht und ich bin sicher nicht der größte Favorit. Es benötigt Cleverness und das richtige Hinterrad zum besten Zeitpunkt. Das ist aber keine Glücksfrage, sonst wären nicht immer die besten Fahrer auch immer vorne. Das sind die speziellen Fähigkeiten der Sprinter und ich hoffe morgen dafür gute Beine zu haben", sagte Kristoff.
Der Auftakt im Oman endet auf einer 1,3 Kilometer langen Geraden, bei der sicher die Sprintzüge gefragt sein werden. Dieser ist beim WorldTour-Team aus den Emiraten aber erst in der kommenden Woche komplett. Denn mit dem Kolumbianer Fernando Gaviria hat die Mannschaft einen weiteren Topsprinter verpflichtet. Erstmals wird er gemeinsam mit Kristoff bei der UAE Tour einen Zug bilden.
"Das wird sicher ein guter Leadout werden. Wir werden das Beste für die Mannschaft geben", erklärte Kristoff, der sich aber auch über sein Schicksal im Finale bewusst ist: "Fernando ist sicherlich der schnellere von uns beiden auf einer normalen Etappe. Deshalb wird es wohl mehr Tage geben, wo ich mich in seinen Dienst stellen muss als umgekehrt. Das ist alles andere als perfekt für mich, aber so ist das Leben".
Deshalb legt Kristoff seinen Fokus auch mehr auf die Eintagesrennen und Klassiker als auf die dreiwöchigen Landesrundfahrten. "Ich muss mich auf meine Chancen konzentrieren. Ich werde wohl bei einer Touretappe öfters Fünfter als Fernando und er hätte die Möglichkeit auf mehr Siege als ich. Von dem her verstehe ich die Teamentscheidung. Sie wollen gewinnen und für dieses Ziel arbeiten wir beide", führte der 31-Jährige aus.
Schon jeweils einmal konnte Kristoff die Monumente Mailand-Sanremo und Flandern-Rundfahrt für sich entscheiden. An diese Erfolge will er 2019 anknüpfen. "Das ist die Rennperiode in der ich stark sein will", erzählte Kristoff, der 2018 bei Paris-Nizza erkrankte. "Das wichtigste ist in der Vorbereitung gesund zu bleiben. Du musst eine gute Balance finden um auf den Körper zu horchen und gleichzeitig alles zu geben bei den Rennen. Schon in Mallorca war ich an der Grenze, habe mich krank gefühlt. Bis Paris-Nizza muss alles passen, dann gehe ich mit einer guten Form in die Klassiker".
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