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03.08.2018 | (rsn) - Tim Merlier hat bei der 28. Dänemark-Rundfahrt für den zweiten Sieg des belgischen Verandas-Willems-Teams gesorgt. Nachdem sein Landsmann Wout Van Aert gestern die 2. Etappe für sich entschieden hatte, setzte sich der 25-jährige Belgier am Freitag auf dem dritten Teilstück über 178,4 Kilometer von Naestved nach Vordingborg im Sprint durch.
"Für einen kurzen Moment dachte ich, dass ich eingeklemmt sei, doch dann öffnete sich noch eine Tür und ich konnte durchstarten. Mein Problem ist oft, dass ich im Sprint keine gute Position habe, das hat heute aber gut geklappt. Das ist definitiv einer meiner schönsten Erfolge", sagte Merlier.
Bei seinem zweiten Sieg als Profi ließ Merlier die beiden Italiener Riccardo Minali (Astana) und Andrea Guardini (CSF-Bardiani) deutlich hinter sich. Der Deutsche U23-Meister Max Kanter (Sunweb) musste sich mit Rang acht begnügen. An der Spitze der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Van Aert liegt vor dem morgigen Zeitfahren weiter sechs Sekunden vor dem Dänen Alexander Kamp (Team Waoo) und elf vor dem US-Amerikaner Robin Carpenter (Rally).
Wie gestern bildeten auch diesmal fünf Fahrer die Ausreißergruppe des Tages, die sich bereits nach wenigen Kilometern absetzte und den Franzosen Charles Planet (Novo Nordisk), den Niederländer Elmar Reinders (Roompot), den Ukrainer Vitaly Buts (Hurom) sowie die beiden Dänen Rasmus Wallin (Novo Nordisk) und Tobias Kongstad (Riwal) umfasste. Das von Van Aerts Helfern angeführte Feld gestand dem Quintett auf fast falchem Terrain einen Vorsprung von mehr als fünf Minuten zu, ehe es daran ging, den Abstand in der zweiten Rennhälfte zu reduzieren.
Als der Vorsprung der Spitzengruppe nur noch gut zwei Minuten betrug, nutzten der Gesamtdritte Robin Carpenter (Rally Cycling) und Krist Neilands (Israel Cycling Academy) 70 Kilometer vor dem Ziel eine über Naturstraßen führende Passage aus, um aus dem Feld heraus in die Offensive zu gehen. Auch wenn es dem Duo gelang, sich innerhalb von 15 Kilometern rund 40 Sekunden Vorsprung herauszufahren, fing Verandas Willems zunächst wieder Carpenter und Neilands ein, ehe 35 Kilometer vor dem Ziel auch die fünf ursprünglichen Ausreißer bereits in Schlagdistanz kamen.
Doch dann öffnete sich das Zeitfenster wieder auf mehr als eine Minute, und es bedurfte der Hilfe weiterer Teams, um die Gruppe auf der letzten der beiden Schlussrunden rund fünf Kilometer vor dem Ziel noch zu stellen. Danach bestimmte die Israel Cycling Academy das Geschehen an der Spitze des Feldes, ehe im Finale auch Bardiani-CSF und Astana vorne mitmischten. Allerdings gelang es keinem Team, einen Sprintzug aufzubauen.
Auf der Zielgeraden, die über eine kleine Welle führte, trat Mihkel Räim (Israel Cycling Academy) früh aus zentraler Position heraus an, musste aber noch drei Konkurrenten an sich vorbeiziehen lassen. Das beste Timing hatte Merlier, der sich nach Platz vier zum Auftakt diesmal souverän den Sieg holte.
Tageswertung:
1. Tim Merlier (Verandas Willems)
2. Riccardo Minali (Astana) s.t.
3. Andrea Guardini (CSF-Bardiani)
4. Mihkel Räim (Israel Cycling Academy) +0:06
5. Niklas Larsen (Team Waoo)
Gesamtwertung:
1. Wout Van Aert (Verandas Willems)
2. Alexander Kamp (Team Waoo) +0:06
3. Robin Carpenter (Rally) +0:10
4. Lasse Norman Hansen (Aqua Blue Sport) +0:11
5. Julius Johansen (ColoQuick) +0:16
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