Kommentar

Die Tour killt die Sprinter

Von Joachim Logisch

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Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo) hat die 7. Etappe der Tour de France gewonnen. | Foto: Cor Vos

19.07.2018  |  (rsn) - Die Tour de France hat sich selbst eine seine größten Attraktionen beraubt - die Sprinter sind weg! Auf der 12. Etappe von Bourg St. Maurice nach Alpe d’Huez stiegen auch André Greipel (Lotto Soudal), Dylan Groenewegen (LottoNL-Jumbo), Fernando Gaviria (Quick Step-Floors) und Rick Zabel (Katusha-Alpecin) in den Besenwagen.

Am Tag zuvor waren Mark Cavendish, Mark Renshaw (beide Dimension Data) und Marcel Kittel (Katusha-Alpecin) aus dem Rennen geflogen, weil sie völlig abgekämpft das Zeitlimit überschritten hatten. Die meisten Sprinter stiegen nicht aus, weil die Form fehlte. Gaviria und Groenwegen etwa gewannen jeweils zwei Etappen.

Die Streckenplanung des Organisators ASO war viel zu schwer für "Nicht-Klassementfahrer“. Die 11. und die 12. Etappe stellten deren körpereigene Powermeter auf null. Der Tagesabschnitt war 108,5 Kilometer lang. Das war schon der erste Problem. Denn wegen der kurzen Distanz wurde vom Start weg Vollgas gegeben, wie unisono viele Profis erzählten. Dazu ging es nur steil hoch oder steil runter. Zu bewältigen waren zwei Berge der höchsten HC-Kategorie, direkt danach ein giftiger Anstieg der 2. Kategorie und die Bergankunft der 1. Kategorie.

Nirgendwo gab es einen flache Strecke zur Regeneration. Dazu kam die große Hitze mit Temperaturen um bis zu 30 Grad, die auf dem Asphalt noch höher lagen. All das war der Tod der Männer mit den schnellen, aber weniger bergfesten Beinen. Fast genauso hart ging es am Tag danach auf dem Weg nach Alpe d'Huez zu. Wer noch ein Quäntchen Kraft in den Beinen hatte, verlor sie schon im Anstieg zum Col de la Madeleine. So eine Etappe darf es nie wieder geben!

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