--> -->
11.11.2016 | (rsn) - In seinem dritten Jahr hat sich das Kuota-Lotto-Team endgültig im internationalen Peloton etabliert. Im Interview mit radsport-news.com spricht Teamchef Florian Monreal über das zurückliegende Jahr und gibt einen Ausblick auf 2017.
Herr Monreal, sind Sie als Teamchef mit der Saison 2016 zufrieden?
Monreal: Das Fazit fällt sehr positiv aus. Ich hatte vor der Saison Bedenken, ob wir auf dem Level bleiben können, weil es immer schwieriger ist, Ergebnisse zu bestätigen oder zu toppen. Wir haben zwar nicht die gleichen Rennen gewonnen wie im Vorjahr, dafür waren wir bei anderen Rennen erfolgreicher. Der Kader ist bis auf drei Neuverpflichtungen geblieben und somit waren 80 Prozent der Fahrer aufeinander eingespielt und konnten dort weitermachen, wo wir 2015 aufgehört hatten.
Wo hat sich das Team weiterentwickeln können?
Monreal: Ganz klar in Sachen Aerodynamik, durch unseren Partner TWZK, der mit uns viele Aerodynamiktests durchführte und unsere Fahrer auf die Räder setzt. So konnten wir dieses Jahr mit Daniel Westmattelmann den ersten internationalen Zeitfahrsieg einfahren. Zudem hat Daniel einen hervorragenden 6. Platz beim Chrono des Nations belegt. Aber auch bei internen Strukturen konnten wir einige Abläufe verbessern und vereinfachen, was allen Beteiligten die Arbeit erleichterte.
Wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?
Monreal: Ich will mich nicht beklagen, was innerhalb von drei Jahren entstanden ist, ist schon sehr gut. Ein etwas größerer Fuhrpark wäre sicherlich für unser zweigleisiges Programm nicht schlecht. Wir erreichen dort manchmal unsere Grenzen. Da muss ich aber sagen: Wir haben super Sponsoren, die uns am Wochenende mit ihrem Betriebs-Fuhrpark aushelfen.
Bei Marcel Meisen, einem der Siegfahrer von 2015, blieben in diesem Jahr die Erfolge aus. Woran hat das gelegen?
Monreal: Wie zuvor schon gesagt: Es ist immer schwer, die Erfolge eines Jahres zu wiederholen. Marcel ist keine schlechte Saison gefahren! Bei der diesjährigen Tour de Gironde hatten wir uns auf der 2. Etappe etwas verzockt, als Marcel Zweiter geworden ist. Da gewann Amund Grondahl Jansen (Team Joker), der nun zu Lotto Jumbo geht. Er hat eine 200-Kilometer-Soloflucht an dem Tag hingelegt und hat tatsächlich im schweren Finale 45 Sekunden ins Ziel gerettet.
In Österreich schrammte Marcel knapp am Sieg auf der 1. Etappe vorbei. Hinzu kam sehr großes Pech auf der 3. Etappe, als er im Finale einen Hinterraddefekt hatte und sogar noch viel Zeit in der Gesamtwertung verlor.
Wer hat den größten Leistungssprung gemacht?
Monreal: Josh Huppertz hat für mich einen riesigen Sprung gemacht. Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, als ich 2014 selbst mit ihm noch beim Prudential Ride in London gefahren bin und 2015 war er ein wichtiger Mann für Max (Walscheid) in der finalen Sprintvorbereitung. Dieses Jahr hat er sich zum Siegfahrer entwickelt und die Mannschaft auch bei Rennen angeführt, als er Kapitän war.
Was war Ihr persönliches Highlight?
Monreal: Puh… schwierige Frage, weil jeder Sieg ein schöner Sieg war und etwas Besonderes hatte.
Aber der Mannschafts-Gesamtsieg der Bundesliga war mein Highlight, die ganze Mannschaft bei der Siegerehrung. Es war ein sehr schönes Gefühl und jeder der Jungs und Betreuer hatte Anteil daran. Jeder ist für seine harte Arbeit belohnt wurden.
Was hat sich das Team für 2017 vorgenommen?
Monreal: Wir haben uns noch keine genauen Ziele gesetzt. Wir werden uns im Dezember zum ersten Mal mit der neuen Mannschaft treffen und unsere Ziele mit den Jungs besprechen. Fest steht, dass wir weiterhin erfolgreich Rennen fahren und unser Rennprogamm an der einen oder anderen Stelle noch verbessern wollen. Es wird auch einen großen Umbruch im Team geben: Wir werden sechs Fahrer abgeben und sechs oder sieben neue Fahrer für die kommende Saison verpflichten. Damit hoffen wir, in der Breite noch stärker zu sein.
Gibt es Neuigkeiten in Sachen langfristiger Planung?
Monreal: Wir haben die ersten drei Jahre erfolgreich hinter uns gebracht. Nun mussten einige Verträge verlängert werden, weil diese nach drei Jahren ausgelaufen sind. Desweiteren haben wir den Radhersteller gewechselt (Müsing ersetzt Kuota ab 2017, d. Red.) und weitere Verträge mit unseren wichtigen Partner verlängert. Damit sollte die Zukunft des Teams für die nächsten drei Jahre gesichert sein. Wir können bei all unseren Partnern und Sponsoren auf Kontinuität bauen. Es ist sehr schön, sich auf seine Partner verlassen zu können.
14.02.2026Radsport live im Stream und im TV: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker? In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wic
14.02.2026Morgado schlägt Aranburu und feiert Titelverteidigung (rsn) – Die Nummer 1 auf dem Rücken, die Nummer 1 im Ziel: Antonio Morgado (UAE – Emirates – XRG) hat seinen Titel bei der Figueira Champions Classic (1.Pro) verteidigt. Der Portugiese, der dam
14.02.2026Vandeputte zündet den Turbo und fängt Vanthourenhout noch ab (rsn) – Der Belgier Niels Vandeputte (Alpecin – Premier Tech) hat beim Waaslandcross in Sint-Niklaas mit einem bärenstarken Sprint auf den letzten Metern noch seinen Landsmann Michael Vanthouren
14.02.2026Rodriguez düpiert: Riccitello mit perfektem Decathlon-Einstand (rsn) – In einem packenden Bergaufsprint hat Matthew Riccitello (Decathlon - CMA CGM) die Königsetappe der 10. Tour de la Provence (2.Pro) für sich entschieden und mit seinem ersten Saisonsieg auc
14.02.2026Murcia: Liepins Sieger ohne Wert, Etappe neutralisiert (rsn) – Aufgrund extremer Windverhältnisse wurde die abschließende 2. Etappe der 46. Murcia-Rundfahrt (2.1) auf einen Zehn-Kilometer-Rundkurs im Zielort Santomera reduziert – allerdings bis auf
14.02.2026Brand in Sint-Niklaas mit später Offensive zum Hattrick (rsn) – Weltmeisterin Lucinda Brand (Baloise – Glowi Lions) hat sich beim Waaslandcross in Sint-Niklaas ihren 20. Saisonsieg gesichert. Die 36-jährige Niederländerin setzte sich im letzten Lauf
14.02.20263. Valencia-Etappe abgesagt, Murcia und Figueira Classic abgeändert (rsn) - In wenigen Worten zu vermelden, deshalb aber nicht weniger wichtig: In unserer Rubrik "Kurz gemeldet" fasst die Redaktion von radsport-news.com die Kurznachrichten des Tages aus der Welt des R
13.02.2026Voß, Kasper und Co.: Deutsche mit gemischten Gefühlen (rsn) - Nachdem die Straßensaison schon in vollem Gange ist, steht für die Gravel-Pros mit Santa Vall by The Traka nun auch das erste namhafte Rennen im europäischen Kalender auf dem Programm. Am
13.02.2026Van der Poel will seine Karriere bei Alpecin ausklingen lassen (rsn) - Mathieu van der Poels Langzeitvertrag mit Alpecin - Premier Tech läuft noch bis Ende 2028. In jenem Jahr hat der Niederländer große Ziele: Bei der Cyclocross-Weltmeisterschaft in Hoogerheid
13.02.2026Provence: Buchmann, Kragh Andersen und Mollema nicht im Ziel (rsn) – Gleich drei bekannte Namen kamen nicht ins Ziel der 1. Etappe der Tour de la Provence. Bei seinem Saisoneinstieg beendete Cofidis-Kapitän Emanuel Buchmann aus noch unbekanntem Grund das Ren
13.02.2026Ferguson überrascht die Konkurrenz 600 Meter vor dem Ziel (rsn) – Cat Ferguson (Movistar) hat die Sprinterrinnen auf der 2. Etappe der Valencia-Rundfahrt der Frauen (2.Pro) mit einer Attacke 600 Meter vor dem Ziel überrascht und so ihren zweiten Saisonsie
13.02.2026UAE-Doppelsieg beim Windspektakel zum Murcia-Auftakt (rsn) – Marc Soler und Julius Johansen (beide UAE – Emirates – XRG) haben den stark vom Wind beeinflussten ersten von zwei Renntagen der Murcia-Rundfahrt (2.1) dominiert. Die auf 83,5 Kilometer