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03.01.2026 | (rsn) - Niels Vandeputte (Alpecin – Premier Tech) hat mit einem Sieg in Gullegem seine knappe Führung in der Superprestige-Serie ausgebaut. Sein großer Konkurrent Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez) musste sich in einem belgischen Duell kurz vor der Zielgerade geschlagen geben und beendete das Rennen als Zweiter.
Der Niederländer Joris Nieuwenhuis (Ridley) wurde Dritter jener vier Fahrer, die in der Schlussrunde um den Sieg kämpften. Er landete vor den Belgiern Joran Wyseure (Crelan – Corendon) und Gerben Kuypers (Pauwels Sauzen – Altez) sowie dem Schweizer Kevin Kuhn (Heizomat – Cube).
Für Vandeputte war es der dritte Saisonerfolg, bei einer der drei großen Serien war er aber zuletzt beim Weltcup in Hulst im Dezember 2024 ganz vorn. Nach zwei Siegen von Mathieu van der Poel hat Alpecin mit dem neuen Co-Sponsor Premier Tech im Jahr 2026 damit einen weiteren Sieg gefeiert.
Florian Hamm (Syntace) kam als 22. Sehr gut aus den Blöcken und auch der zweite Deutsche, Fabian Eder (Stop&Go Marderabwehr) ging nur drei Positionen dahinter ins Gelände. Während Eder sich in der Auftaktrunde zwei Plätze vorschob und sich in diesen Regionen festsetzte, fiel Hamm weit zurück. Der Deutsche U23 Meister beendete das erste Superprestige-Rennen seiner Laufbahn als starker 21., Hamm kam als 39. ins Ziel.
Kuhn startete gut und fiel dann ans Ende der Top Ten zurück. In der zweiten Hälfte des Rennens bekam der Schweizer Meister die zweite Luft. Er kämpfte sich wieder vor und belegte letztendlich hinter den fünf Spitzenreitern den sechsten Rang. Nach Ruddervoorde, Niel und Heusden-Zolder produzierte er so sein viertes Top-Ten-Ergebnis in der diesjährigen Superprestige.
Im Klassement liegt Vandeputte nach sieben von acht Events drei Zähler vor Vanthourenhout. Wyseure hat als Dritter keine Chancen mehr auf den Gesamtsieg. Das Finale der Serie findet am 7. Februar in Middelkerke statt.
Nieuwenhuis erwischte den besten Start und nahm das Feld die erste Hälfte des Kurses ins Schlepptau, bevor der Gesamtführende Vandeputte übernahm. Er forcierte das Tempo, sodass sich fünf Fahrer absetzten und Felipe Orts (Ridley) bei der ersten Zielpassage zwei Sekunden zurücklag. Auch dahinter waren die Abstände klein, sodass wenig später wieder rund 20 Fahrer wie an einer Perlenkette aufgereiht waren.
Nachdem Vandeputte in diesem Peloton einige Positionen verloren hatte, schob sich sein Klassements-Konkurrent Vanthourenhout an die Spitze. Er erhöhte die Schlagzahl und setzte sich mit Nieuwenhuis, seinem Teamkollegen Kuypers und Wyseure ab. Vandeputte reagierte aber und schloss mit seinem Mannschaftsgefährten Jente Michel und Orts die Lücke eingangs der 3. von acht Runden.
In diesem Septett dauerte nicht lang, bis sich Kuypers absetzte, während Orts hinten Probleme bekam. Der Pauwels-Sauzen-Rückkehrer kam sieben Sekunden vor dem Quintett zur nächsten Zielpassage. Kurz vor der Sandpassage war es dann der Teamkollege des Spitzenreiters, der sich in den Wind ging und die Gruppe teilte. An seinem Hinterrad folgte nur Vandeputte. Der fuhr den Rückstand zu Kuypers anschließend zu, wobei Wyseure kurz vor der Rennhälfte herankam.
Nieuwenhuis folgte kurz danach im nun einsetzenden Schneegestöber. Die Fünf gingen gemeinsam auf die 6. Runde, Lander Loockx (Unibet – Rose Rockets) lag als Sechster 16 Sekunden hinter. Kuhn und Quinten Hermans (Pinarello – Q36.5) waren nun die Schnellster aus dem Parcours und folgten mit Michels und Orts knapp dahinter. Als Wyseure dann die Schlagzahl erhöhte, unterlief Nieuwenhuis in dritter Position fahrend ein Fehler, wodurch er kurz vom Rad musste.
Dadurch lösten sich Wyseure und Vanthourenhout. Nieuwenhuis konnte den Rückstand schnell schließen, Vandeputte brauchte etwas länger uns als Kuypers ebenfalls herankam, bog er in einer Spur falsch an und landete in der Absperrung. Auf der Start-Ziel-Gerade lag er sieben Sekunden hinten, Hermans und Loockx folgten 24 Sekunden nach dem Spitzenquartett.
Vorn blies Vanthourenhout dann zum Angriff. Wyseure konnte zunächst folgen, doch einem der kleinen Hügel leistete er sich einen minimalen Fehler, wodurch sein Landsmann weg war. Vandeputte hatte sich anschließend an Nieuwenhuis und Wyseure vorbeigeschoben und konnte das Loch mit dem Crelan-Mann am Hinterrad stopfen, als die Glocke geläutet wurde. Nieuwenhuis wies fünf Sekunden Rückstand auf.
Die konnte er mit Mühe überbrücken, so dass vier Athleten um den Sieg kämpften. Vanthourenhout sorgte weiter für ein horrendes Tempo, so kam es zu keinen Positionswechseln. Vielmehr gingen Wyseure und Nieuwenhuis über Bord. Als Vanthourenhout einen Hügel als einziger hoch lief, ging Vandeputte vorbei – und die anderen beiden kamen kurzzeitig wieder heran. Vanthourenhout ging auch wieder am Alpecin-Mann vorbei. Der konterte an der Brücke und zog direkt voll durch. Sein Konkurrent hatte nichts mehr entgegenzusetzen und wurde Zweiter.
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