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09.03.2026 | (rsn) - Mark Cavendish, Robbie McEwen, Max Kanter. Zumindest in der Ortschronik von Montargis steht der deutsche Sprinter jetzt in einer Reihe mit zwei legendären Sprintern, die hier ebenfalls schon siegreich waren. Kanter hat die 2. Etappe von Paris-Nizza (2.UWT) gewonnen und damit den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Der dritte Sieg seiner Profilaufbahn war der erste auf WorldTour-Niveau. Nach 187 Kilometern mit Ausgangspunkt in Épone war er im Massensprint schneller als Laurence Pithie (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Jasper Stuyven (Soudal – Quick-Step).
“Es ist unglaublich. Ich habe so lange hierauf gewartet“, sagte der 28-Jährige, der noch halb außer Atem auch mit seinen Emotionen rang. “Die letzten Wochen waren nicht meine besten, ich hatte ein paar Rückschläge zu verdauen“, so der Cottbuser, der seinen Dank ans Team richtete und sich sehr glücklich zeigte, “dieses prestigeträchtige Rennen gewonnen zu haben.“
Dafür musste Kanter aber auch einiges tun. Das Finale war wie schon am Vortag nicht ganz einfach. Am letzten Kreisverkehr hatte es mit Biniam Girmay (NSN) und Vito Braet (Lotto – Intermarché) zwei Mitfavoriten auf den Tagessieg ausgebremst. “Es war wirklich chaotisch. Zwei Kilometer vor dem Ziel haben wir mit Mike Teunissen viele Positionen verloren. Aber er blieb ruhig und hat mich am letzten Kreisel wieder in gute Position gebracht. Dann konnte ich Vollgas geben und keiner ging mehr vorbei.“ Ungläubig hatte sich Kanter bei der Überquerung der Ziellinie die Hand an den Helm geschlagen. Teunissen hatte den Deutschen perfekt auf die letzten 200 Meter gebracht.
“Das gibt mir viel Selbstvertrauen. Ich habe das heute nicht erwartet. Vor allem, nachdem ich mich gestern so schlecht gefühlt hatte.“ Da hatte es Kanter nicht mit dem Feld über die letzten Berge geschafft, weshalb er in der Gesamtwertung keine Rolle spielt. Die führt weiterhin Luke Lamperti (EF Education – EasyPost) an, der Tagesfünfter wurde. Zeitgleich ist nun Vito Braet (Lotto – Intermarché), der am Bonussprint seinen Rückstand auf den US-Amerikaner, der weiterhin auch die Punktewertung anführt, wettgemacht hatte.
Lange wird er sich darüber aber nicht freuen können. Morgen steht das Mannschaftszeitfahren auf dem Programm, bei dem EF nicht zu den Favoriten gehört.
Es war Jasha Sütterlin (Jayco – AlUa), der die erste Attacke der des Tages setzte, da waren noch nicht viele Kilometer absolviert. Doch Sütterlin sollte nicht lange vorn bleiben, denn die Aktivposten des Vortages setzten sofort nach. Pedersen und Mathis Le Berre (TotalEnergies), die schon zum Auftakt ums Bergtrikot kämpften, setzten ihr Duell auch auf dem zweiten Teilstück fort.
Kurz war Le Berres Teamkollege Matteo Vercher noch mit dabei, doch genau wie Sütterlin ließ er das Duo bei Zeiten fahren. Viel mehr als zwei Minuten Vorsprung gab das Feld den Ausreißern zwar nicht, doch das war denen auch ziemlich egal. Denn ihr Ziel waren die drei Bergwertungen, alle der 3. Kategorie. Und alle drei entschied Pedersen für sich.
Nachdem die Dritte 74 Kilometer vor dem Ziel überquert wurde, reichten sich die beiden Ausreißer die Hand und trudelten aus, sodass das Feld 60 Kilometer vor dem Ziel zu dem Duo aufschloss und gemeinsam – nicht allzu schnell – den Weg ins Ziel absolvierte.
Eine kurze Pause der "Schlafmützigkeit" gönnte sich das Feld 46 Kilometer vor dem Ende am Zwischensprint. Dort mischte Juan Ayuso (Lidl – Trek) mit und sicherte sich vier Bonussekunden zwischen den Sprinten Braet und Lamperti. Doch danach war das Tempo wieder raus.
Das Profil der 2. Etappe von Paris-Nizza | Foto: Veranstalter
Und wie so oft, wenn es zu langsam wird, knallt es: 32 Kilometer vor dem Ziel gab es mitten im Feld einen Massensturz, in den unter anderem Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) verwickelt war. An der 20-Kilometer-Marke machte sich Daan Hoole (Decathlon – CMA CGM) auf den Weg, die Sprinter zu ärgern. Der Niederländer fuhr sich auf den folgen Kilometern bis zu einer halben Minute heraus. Nur verhalten gingen NSN und Movistar in die Nachführarbeit.
Und so rettete sich Hoole bis auf den letzten Kilometer, doch dort endete seine Flucht. Red Bull übernahm und pilotierte Pithie stark auf die Zielgerade und lud seinen schnellsten Mann am Hinterrad von Kanter ab. Doch der wurde von seinem Anfahrer Mike Teunissen perfekt in Position gebracht und ließ niemanden mehr an sich vorbei. Vito Braet (Lotto – Intermarché) und Biniam Girmay (NSN) waren nach einem Fast-Sturz zuvor gar nicht im Rennen um den Tagessieg, Lamperti im Gelben Trikot hatte eingeklemmt an der Bande wenig Chancen.
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