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08.03.2026 | (rsn) - Luke Lamperti (EF Education – EasyPost) hat den Auftakt des 84. Paris-Nizza (2.UWT) gewonnen. Der US-Amerikaner war damit erstmals für seinen neuen Arbeitgeber erfolgreich und bescherte seiner Equipe darüber hinaus den ersten Saisonsieg. Zweiter im Sprint eines knapp 30 Mann umfassenden Feldes wurde der Belgier Vito Braet (Lotto – Intermarché) vor dem Venezolaner Orluis Aular (Movistar). Braets Landsmann Milan Fretin (Cofidis) sicherte sich vor Biniam Girmay (NSN Cycling) Rang vier.
Der Eritreer war der meistgenannte Favorit auf den Etappensieg, wählte aber im Finale die falsche Linie und konnte seine Sprint nicht voll ausfahren. Der Australier Jensen Plowright (Alpecin – Premier Tech) spurtete auf Rang sechs vor dem Niederländer Mike Teunissen (XDS – Astana).
Auf die Frage, wie es sich anfühle, ein so großes Rennen zu gewinnen, sagte Lamperti: “Es ist sehr besonders für mich. Es ist kein Geheimnis, dass das Team zu kämpfen hat und wir nicht den besten Start ins Jahr hatten.“ Nun habe es aber doch noch recht früh im Jahr mit dem ersten Sieg geklappt. Das Team habe viel investiert. Als Anfahrer hatte Lamperti, 2024 Vierter der Deutschland-Tour, den Niederländer Marijn van den Berg vor sich. “Wir haben den Sprint sehr früh begonnen, zum Glück war er aber sehr stark“, kommentierte der 23-Jährige die Vorarbeit des Niederländers.
Van den Berg bestätigte Lampertis Einschätzung eines langen Sprints. “Ich bin ein wenig zu früh losgefahren, hatte aber zum Glück die Beine, es lange genug durchzuziehen“, erklärte er. Es sei ein hektisches Finale gewesen, in dem die Positionierung in der letzten Kurve aber gut funktioniert habe.
Durch einen Sturz in der letzten Kurve gab es einige Lücken im Feld, das mit rund 100 Fahrern auf die finalen 1000 Meter gegangen war. Die Zeitabstände wurden aber nicht gewertet, so dass alle Anwärter auf den Gesamtsieg, in erster Linie Juan Ayuso (Lidl – Trek), Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) und Oscar Onley (Ineos Grenadiers), noch in derselben Sekunde liegen.
Als bester Deutscher kam Jascha Sütterlin (Jayco – AlUla) auf Platz 33 ins Ziel. Sein Teamkollege Pascal Ackermann konnte aufgrund eines Defektes kurz vorm letzten Anstieg des Tages nicht ins Finale eingreifen. Phil Bauhaus (Bahrain Victorious) kam ebenfalls nicht mit dem ersten Feld ins Finale. Die beiden Sprinter beendeten die Etappe auf den Plätzen 126 beziehungsweise 102.
Mit seinem Etappensieg übernahm Lamperti auch die Führung in der Gesamtwertung, die er auf dem flachen zweiten Tagesabschnitt durchaus verteidigen kann. Sein Vorsprung auf Braet beträgt wegen der Zeitbonifikationen vier Sekunden. Aular liegt mit zehn Sekunden Rückstand auf Gesamtrang drei. Auch in der Punktewertung führt Lamperti (25 Zähler) vor Braet (22) und Aular (20). Das Trikot des besten Jungprofis steht dem US-Amerikaner zwar auch zu, tragen wird es auf der 2.Etappe aber Fretin.
Die Mannschaftswertung führt nach dem ersten Tag der Fernfahrt NSN Cycling an. Als Mitglied der Gruppe des Tages, die erst spät gestellt wurde, sicherte sich Casper Pedersen das Bergtrikot. Der Soudal – Quick Step-Profi hatte sich an den Anstiegen als der Stärkste erwiesen.
???????? Luke Lamperti remporte la première étape de #ParisNice ! ????
— Paris-Nice (@ParisNice) March 8, 2026
???????? Luke Lamperti wins stage 1 of #ParisNice! ???? pic.twitter.com/nBOGbWiWzl
Nach knapp zehn Kilometern bildete sich eine Ausreißergruppe mit Patrick Gamper (Jayco – AlUla), dessen Teamkollege Luke Durbridge sowie Casper Pedesen (Soudal - Quick Step), Max Walker (EF Education - EasyPost), Mathis Le Berre (TotalEnergies) und Sebastien Grignard (Lotto – Intermarché). Die Teams NSN Cycling und Picnic – PostNL sorgten in der ersten Rennhälfte dafür, dass dieses Sextett nie weiter als 1:45 Minuten wegkam. Später stiegen weitere Teams in die Tempoarbeit ein, so dass die Ausreißer an der kurzen Leine blieben.
Pedersen sicherte sich dreimal drei Bergpunkte, womit er in der Endabrechnung die Führung in dieser Sonderwertung übernahm. Lediglich Le Berre leistet Gegenwehr, war allerdings chancenlos gegen den Dänen. Die sechs Ausreißer rollten zweimal gut eine Minute vor dem Hauptfeld über die Ziellinie in Carrière-sur-Poissy, ehe die Sprinterteams das Tempo so richtig hochschraubten.
Das Streckenprofil der 1. Etappe von Paris-Nizza | Foto: Veranstalter
In der zweiten Passage der Côte de Chanteloup-les-Vignes löste sich Le Berre kurzzeitig von seinen Begleitern und gewann die Bergwertung auch. Pedersen ging leer aus. Doch das Feld war da bereits auf 30 Sekunden an den Ausreißern dran. Die erhofften Attacken der Favoriten blieben aus, lediglich Quinten Pacher (Groupama - FDJ) und Joris Delbove (TotalEnergies) setzen sich leicht ab. Anschließend übernahm Visma – Lease a Bike die Kontrolle. 1,3 Kilometer vor dem Ziel wurde mit Grignard der letzte Ausreißer gestellt.
Marijn van den Berg zog seinem Teamkollegen Lamperti den Sprint auf der kurzen und leicht bergan führenden Zielgeraden an, blockierte seinen Teamkollegen aber etwas, als der aus seinem Windschatten ging. Girmay wählte in dem ungeordneten Sprint die falsche Linie, fand keinen Weg zwischen Lamperti und Bande und musste sich hinter Braet, Aular und Fretin mit Rang fünf begnügen.
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