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14.01.2026 | (rsn) – Mit der Übernahme der Mehrheitsanteile durch den Titelsponsor ist Lidl – Trek nun unter deutscher Flagge unterwegs. Doch nicht nur die Lizenz wurde für 2026 in Deutschland gelöst, auch der Teamsitz soll mehr und mehr an die Lidl-Zentrale nach Bad Wimpfen bei Neckarsulm angedockt werden. Deutschland hat künftig also sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen zwei Top-Teams in der WorldTour dabei.
Wie viel bei Lidl – Trek im Umbruch ist, sieht man vor allem bei den Teammitarbeitern – der Betreuerstab wurde deutlich weiter aufgebohrt und was speziell die Frauen betrifft, bedeutet das: Michael Rogers ist als Teammanager installiert worden, Fränk Schleck gehört als neuer Sportlicher Leiter dem Team der deutschen Sportdirektorin Ina-Yoko Teutenberg an.
Doch auch bei den Fahrerinnen wird der große Umbruch weiter fortgesetzt: Nachdem schon vor einem Jahr Elisa Longo Borghini das Team in Richtung UAE verlassen hatte, haben nun die anderen beiden Aushängeschilder der letzten Jahre ihre Karrieren beendet: Ellen van Dijk wechselt in den Trainerstab und Lizzie Deignan, um die herum das Team zur Saison 2019 aufgebaut wurde, hat ihr Rad bereits im Sommer an den Nagel gehängt. Außerdem wird Amanda Spratt 2026 ihre letzte Saison bestreiten. ___STEADY_PAYWALL___
Lucinda Brand feiert ihre persönlichen Erfolge zwar größtenteils im Cross, ist aber auch auf der Straße eine starke und mit ihrer Erfahrung sehr wichtige Fahrerin bei Lidl – Trek. | Foto: Cor Vos
"Das wird man schon spüren, klar. Aber wir haben ja noch Lucinda (Brand)", antwortete Niamh Fisher-Black radsport-news.com im Dezember beim Medientag des Teams auf die Frage, wie sehr der Verlust all der Routiniers das Team treffen werde. Die Neuseeländerin ist neben Brand und der italienischen Ex-Weltmeisterin Elisa Balsamo nun eine der drei wichtigsten Leistungsträgerinnen – war das aber auch 2025 schon. Was die Ergebnisse betrifft, ist der Schalter bei Lidl – Trek nämlich ohnehin längst auf die nächste Generation umgelegt worden.
Auch wenn der ganz große Star vom Schlag einer Tour-de-France-Favoritin fehlt, so ist die Mannschaft sehr ausgewogen und in der Breite sehr stark aufgestellt – als Kollektiv beeindruckt kaum ein Kader mehr: Balsamo hat mit 'Arbeitstier' Lauretta Hanson sowie Emma Norsgaard, den Neuzugängen Loes Adegeest und Margot Vanpachtenbeke oder auch Clara Copponi sowie den Youngstern Fleur Moors und Felicity Wilson-Haffenden sehr starke Fahrerinnen für die flacheren Rennen bei sich.
Elisa Balsamo (Lidl – Trek / links) gehört neben Lorena Wiebes (SD Worx – Protime / Mitte) und Charlotte Kool (künftig Fenix – Premier Tech / rechts) seit Jahren zu den drei schnellsten Sprinterinnen der Welt. | Foto: Cor Vos
Brand und Anna Henderson sowie Shirin van Anrooij sind als Allrounderinnen quasi auf jedem Terrain siegfähig und bekommen mit der aus der Gran-Fondo- und Gravel-Szene kommenden Irin Marine Lenehan noch eine interessante Fahrerin an ihre Seite. Und auch in den Bergen muss man sich mit Fisher-Black, Riejanne Markus, Gaia Realini, Spratt sowie Neuzugang Ricarda Bauernfeind und den 20-jährigen Zwillingen Ava und Isabella Holmgren aus Kanada – letztere gewann 2025 die Tour de l'Avenir – vor niemandem verstecken.
Als wahre Senkrechtstarterin ist Ricarda Bauernfeind im WorldTour-Peloton angekommen: Nach einem sensationellen dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft 2021 fuhr sie 2022 für das Canyon – SRAM Generation-Team ihren ersten UCI-Sieg ein, wechselte dann für 2023 in den WorldTour-Kader, wurde prompt Gesamtfünfte der Vuelta a Espana und gewann in Albi eine Etappe der Tour de France, die sie auch noch auf Rang neun beendete. Bauernfeind galt prompt als riesige Zukunftshoffnung, gerade für Rundfahrten.
Ricarda Bauernfeind will nach ihrem Wechsel von Canyon – SRAM – zondacrypto zu Lidl – Trek wieder aufblühen. | Foto: Cor Vos
2024 wurde sie nochmal Vuelta-Sechste, doch zu Beginn des Sommers begann ihr Knie mehr und mehr Probleme zu machen. Zwei Knie-Operationen und anderthalb schwierige Jahre folgten für die gebürtige Ingolstädterin. 2026 nun soll das hinter ihr liegen und mit einem neuen Team ein wahrer Neustart gelingen.
Seit Beginn ihrer Karriere und dem Gewinn des Neuseeländischen Meistertitels kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie im Februar 2020 gilt Niamh Fisher-Black als riesiges Talent – wie ihr ein Jahr jüngerer Bruder Finn Fisher-Black, der bei Red Bull – Bora – hansgrohe unter Vertrag steht. Das unterstrich sie Ende 2020 bereits mit einem zweiten Platz auf der schweren Schlussetappe des Giro d'Italia und so nahm sie für die kommenden vier Jahre SD Worx unter Vertrag.
Niamh Fisher-Black ist die Rundfahrt-Kapitänin bei Lidl – Trek – gelingt 2026 der Sprung auf ein Grand-Tour-Podium? | Foto: Cor Vos
Dort entwickelte sich die Neuseeländerin kontinuierlich weiter – stets im Schatten der Top-Stars wie Demi Vollering, Anna van der Breggen oder Lotte Kopecky. Fisher-Black wurde bereits 2022 Giro-Fünfte und U23-Weltmeisterin, feierte 2023 auf Etappe 4 der Tour de Suisse ihren ersten WorldTour-Sieg und ließ 2024 in Toano auch einen Giro-Etappensieg folgen.
Mit Gesamtrang 14 als Vollerings Helferin bei der Tour und Platz vier bei der Tour de Romandie im Rücken folgte dann 2025 der Wechsel zu Lidl – Trek, wo die 25-Jährige nun zur Leaderin herangereift ist. So schüchtern und ruhig, wie sie nach außen auftritt, so stark präsentierte Fisher-Black sich im vergangenen Jahr, als sie Vuelta-Sechste und Tour-Fünfte sowie schließlich in Kigali WM-Zweite wurde. 2026 nun steht sie noch mehr im Mittelpunkt.
Das Aufgebot:
Loes Adegeest (Niederlande / 29), Elisa Balsamo (Italien / 27), Ricarda Bauernfeind (Deutschland / 25), Lucinda Brand (Niederlande / 36), Clara Copponi (Frankreich / 26), Niamh Fisher-Black (Neuseeland / 25), Lauretta Hanson (Australien / 31), Anna Henderson (Großbritannien / 27), Ava Holmgren (Kanada / 20), Isabella Holmgren (Kanada / 20), Marine Lenehan (Irland / 27), Riejanne Markus (Niederlande / 31), Fleur Moors (Belgien / 20), Emma Norsgaard (Dänemark / 26), Gaia Realini (Italien / 24), Amanda Spratt (Australien / 38), Shirin van Anrooij (Niederlande / 23), Margot Vanpachtenbeke (Belgien / 26), Felicity Wilson-Haffenden (Australien / 20)
Davon Neuzugänge:
Loes Adegeest (FDJ – Suez), Ricarda Bauernfeind (Canyon – SRAM – zondacrypto), Marine Lenehan (Dan Morissey Primor by Pissei), Margot Vanpachtenbeke (VolkerWessels)
Teamleitung:
Manager: Luca Guercilena / Michael Rogers
Sportdirektor: Ina-Yoko Teutenberg
Sportliche Leiter: Fränk Schleck, Jeroen Blijlevens, Sebastian Andersen
Material:
Rahmenhersteller: Trek
Gruppe: SRAM
Laufräder: Bontrager
Reifen: Pirelli
Trikot: Santini
Helm: Trek
Das Trek Madone im Teamlook für die Saison 2026. | Foto: Lidl - Trek
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