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31.01.2026 | (rsn) – Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) behält auf Mallorca seine Weiße Weste. Nach dem Sieg im Teamzeitfahren und dem überragenden Soloauftritt bei der Trofeo Serra Tramuntana hat der Belgier in ähnlich starker Manier auch die wegen starken Windes um 26 Kilometer verkürzte Trofeo Andratx – Pollenca für sich entschieden.
Der 26-jährige Evenepoel setzte sich über 121,5 Kilometer zum Mirador d'Es Colomer mit 19 Sekunden Vorsprung als Solist durch, nachdem er in der 3,3 Kilometer langen Schlusssteigung mit Mathys Rondel (Tudor) auch seinen letzten Gegner losgeworden war. Der starke Franzose, gestern bereits Vierter, sicherte sich noch den zweiten Platz. Evenepoels Landsmann Maxim Van Gils rundete als Dritter (+1:44) einen weiteren perfekten Tag auf Mallorca für Red Bull – Bora – hansgrohe ab.
“Ich bin froh, meine Einsätze auf Mallorca so abgeschlossen zu haben. Ich bin happy und freue mich jetzt auf die nächsten Rennen. Ich wollte hier einen Sieg. Heute wussten wir, dass wir noch eine große Gelegenheit hatten. Wir machten vom Wind abhängig, wie wir fahren würden. Ich bin sehr glücklich, hier drei Siege geholt zu haben: einen mit dem Team und zwei individuell“, kommentierte Evenepoel den 69. Sieg seiner Profikarriere.
Eine weitere starke Leistung zeigte auch Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost), der hinter Antonio Morgado (UAE – Team Emirates – XRG), Cristian Scaroni (XDS - Astana) und Johannes Kulseth (Uno-X Mobility) Siebter wurde und damit erneut bester deutscher Fahrer war. Damit landete der 24-Jährige in allen bisherigen vier Rennen der Mallorca Challenge in den Top Ten.
Kurz bevor am Puig Major eine Spitzengruppe, zu der auch Felix Engelhardt (Jayco – AlUla) gehört hatte, wieder eingefangen worden war, fuhr der Spanier Raul Garcia (Movistar) seinen Begleitern 51 Kilometern vor dem Ziel davon. Nur wenig später trat Evenepoel an und sprengte das bereits deutlich geschrumpfte Feld, wobei er mit Van Gils noch einen Helfer an seiner Seite hatte.
Im Gegensatz zum Vortag zog der Doppel-Olympiasieger aber nicht durch, so dass am Gipfel des Puig Major noch rund zehn Fahrer die Spitze bildeten. In der langen Abfahrt zog Evenepoel dann aber doch früh das Tempo an, folgen konnten zunächst nur Ivan Romeo (Movistar) und mit Verzögerung Rondel. Dann gelang aber immer mehr Fahrern der Anschluss, darunter auch dem erneut beeindruckenden Steinhauser.
Schließlich bestand die Spitzengruppe aus neun Fahrern, wobei Red Bull (Evenepoel, Van Gils) und Movistar (Romeo, Pescador) doppelt vertreten waren. Dabei waren zudem Rondel, Morgado, Kulset und Scaroni. Im unteren Teil der Abfahrt übernahm Evenepoel wieder das Kommando und neutralisierte zwei Attacken von Pescador, die letzte 17 Kilometer vor dem Ziel.
Das Profil der Trofeo Andratx - Pollenca | Foto: Cor Vos
Da war nur noch Rondel an seinem Hinterrad, wogegen der Rest rund 15 Sekunden Rückstand aufwies. Damit gab sich Evenepoel aber nicht zufrieden. Mit einer weiteren Tempoverschärfung schüttelte er auch Pescador ab, zugleich vergrößerte sich der Abstand zu den weiteren Verfolgern auf rund 30 Sekunden. Die fingen elf Sekunden vor dem Ziel Pescador wieder ein, doch ihr Rückstand auf das Spitzenduo wuchs weiter an – bis auf rund eine Minute am Fuß der 3,3 Kilometer langen Schlusssteigung.
Dort schien Evenepoel seinen Gegner mit einer Attacke 2,6 Kilometer vor dem Ziel schon losgeworden zu sein. Der kämpfte sich zwar nochmals zurück, musste einer zweiten Tempoverschärfung des Favoriten dann aber endgültig Tribut zollen. Evenepoel zog durch bis zum Zielstrich, wo er seinen dritten Sieg im dritten Saisonrennen feiern konnte.
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