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26.01.2026 | Einfach nur Rad fahren oder effizient trainieren? Wie man sich entscheidet, hat natürlich Einfluss aufs Material. Wer sich fit halten will und keine besonderen Trainingsziele verfolgt, braucht höchstens einen Pulsmesser, um sich nicht zu überlasten, könnte man meinen – aber ein Powermeter?
Tatsächlich sind Geräte, die die Leistung beim Radfahren messen, inzwischen so verbreitet, dass man sie nicht mehr als reines Leistungssport-Accessoire abtun kann. Wie also profitieren auch Breitensportler von der Wattmessung – und für wen eignet sich welches System?
Das 4iii Precision 3+ PRO Powermeter Dura-Ace ist das derzeitige Topmodell des Leistungsmessungs-Spezialisten.Ein Wattmesser bestimmt aus Drehmoment, Kurbellänge und Tretfrequenz in Echtzeit die auf dem Rad erbrachte Leistung – so viel ist klar. Wer einen ans Rad montiert, wird schnell einiges über den Leistungsbedarf beim Radfahren herausfinden: zum Beispiel, dass schon die Steigung einer Autobahnbrücke die Wattzahlen verdoppeln kann, wenn man sein Tempo beibehält – oder dass bei zu niedriger Tretfrequenz das Belastungsgefühl ansteigt, obwohl die Leistung stagniert.
Auch ohne aufwendige Leistungsdiagnostik und strukturiertes Training sorgen die Wattzahlen für mehr Effizienz und letztlich für mehr Fahrspaß: Wer Erfahrung damit gesammelt hat, wie viel Watt er (oder sie) über welchen Zeitraum leisten kann, fährt bewusster, geht beispielsweise Anstiege ruhiger an und hört auf, angstvoll aufs Tempo zu schielen. „Schnell“ oder „langsam“ werden relative Begriffe, wenn man weiß, was man in der jeweiligen Situation leisten muss.
Ex-Straßenprofi Laurens ten Dam ist als Ambassador für 4iiii auf dem Gravelbike unterwegs.Fahrerinnen und Fahrer, die ein Powermeter auf diese Weise nutzen wollen, brauchen nicht unbedingt die komplexeste Technik. Ihnen reicht eine einseitig messende Sensorik, wie sie von 4iiii in der Serie Precision 3+ angeboten wird. Bei dieser Variante verdoppelt die Software die Leistung der gemessenen Seite; eventuelle muskulären Unterschiede zwischen beiden Beinen werden also nicht berücksichtigt. Was aber nicht unbedingt ein Problem ist: Im Breitensport kommt es schließlich erst einmal auf verlässliche, gleichbleibende individuelle Daten an, damit man die Werte unterschiedlicher Fahrten auch über längere Zeiträume miteinander vergleich kann.
Bereits für 335 Euro ist das einseitig messende 4iiii-System an der Shimano-105-Kurbel verfügbar.Der Vorteil der einseitigen Messung liegt vor allem im Preis: Dieser halbiert sich nämlich, wenn die Sensorik nur in einem Kurbelarm untergebracht ist. Andererseits ist eine beidseitige Messung – bei 4iiii Precision 3+ PRO genannt – für anspruchsvolle Athleten praktisch unverzichtbar. Beide Beine getrennt zu messen ist erst einmal mit einer höheren Genauigkeit verbunden, doch das ist noch nicht alles: Wer seine Trettechnik im Sinne optimaler Effizienz verbessern will, benötigt die Daten beider Beine und kann damit an einer optimalen Drehmomentverteilung arbeiten. Dazu gehört auch, vorhandene muskuläre Dysbalancen gezielt auszugleichen – etwa durch Krafttraining im Studio.
Für Athleten, die 4iiii am Gravelbike nutzen, gibt es eine Shimano-GRX-Variante.Ob man sich bei 4iiii nun für ein einseitiges oder ein beidseitiges Powermeter entscheidet: Über eine branchenführende Messgenauigkeit von +/– 1 % verfügen beide Varianten, womit sie sich dauerhaft verlässlich nutzen lassen. Radsport-Einsteiger bekommen die linksseitige Sensorik bereits ab 335 Euro mit Shimano-105-Kurbel – perfekt für viele günstige Rennmaschinen, die mit dieser bewährten Gruppe ausgestattet sind. Neuerdings ist auch die Shimano-GRX-Kurbel fürs Gravelbike im Programm (400 Euro).
Die kompakte, leichte Sensorik lässt sich auch an vorhandenen Kurbelarmen anbringen.Die beidseitige Messung ist ab Shimano-Ultegra-Level für 980 Euro verfügbar; die Dura-Ace-Variante kostet 1.260 Euro. Damit verfügt man über ein Powermeter auf Profi-Niveau, wie es von zahlreichen Berufssportlern genutzt wird – eine Steigerung ist hier nicht möglich. Aber wie gesagt: Auch mit einer deutlich geringeren Investition kann man sich den Weg zu bewussterem, effizienterem Training erschließen – und damit letztlich zu mehr Fahrfreude.
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