Top-Favorit nur Sechster der 2. Algarve-Etappe

Am Alto da Foia profitierten andere von Vingegaards Arbeit

Von Matthias Seng

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Jonas Vingegaard (Visma - Lease a Bike, li.) auf der 2. Etappe der Algarve-Rundfahrt. Am Ende landete der Däne zwar vor dem hier vor ihm fahrenden Primoz Roglic (Red Bull - Bora - hansgrohe), wude aber nur Sechster. | Foto: Cor Vos

21.02.2025  |  (rsn) – Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) hängte auf den letzten Metern des Alto da Foia seinen großen Konkurrenten Primoz Roglic (Visma – Lease a Bike) zwar ab. Doch das reichte nicht zum Sieg: Der Däne erreichte das Ziel der 2. Etappe der Algarve-Rundfahrt nur als Sechster, nachdem er auf den letzten beiden Kilometern aus der Favoritengruppe heraus attackiert hatte.

Es reichte allerdings nicht mehr, um den zu diesen Zeitpunkt noch rund 30 Sekunden betragenden Rückstand auf Jan Christen (UAE Team Emirates – XRG) wettzumachen. Der junge Schweizer wiederum schüttelte auf den letzten Metern des 8,5 Kilometer langen Schlussanstiegs seinen Begleiter Laurens De Plus (Ineos Grenadiers) ab und feierte seinen zweiten Saisonsieg gemeinsam mit Teamkollege Joao Almeida, der sich kurz zuvor noch aus der Vingegaard-Gruppe gelöst hatte.

Der Top-Favorit kam schließlich zehn Sekunden hinter dem Etappengewinner an und war damit alles andere als zufrieden. “Ich habe mich gut gefühlt, aber über das Resultat bin ich enttäuscht“, sagte Vingegaard in einer Pressemitteilung seiner Mannschaft. Dabei sei alles nach Plan gelaufen, wie der Däne anmerkte: “Wir hatten Ben (Tullet) im Finale vorne dabei, was taktisch gesehen gut war. Leider wurde er dann aber abgeschüttelt und dann habe ich versucht, die Spitzengruppe zu jagen.“

Die Jagd startete der zweimalige Tour-de-France-Gewinner allerdings etwas zu spät, zudem hatte Vingegaard – wie übrigens auch Roglic – in der entscheidenden Phase keinen Helfer mehr an seiner Seite, wogegen das UAE-Team gleich drei Fahrer vorne platzieren konnte, die dann auch allesamt in den Top 5 landeten. Hinter Christen und Almeida wurde dessen portugiesischer Landsmann Antonio Morgado noch vor Vingegaard Tagesfünfter.

Vor allem Vingegaards Team hatte zuvor schon viel gearbeitet, verlor dann aber frühzeitig Sepp Kuss und Wilko Kelderman. "Normalerweise sind sie auf solchem Terrain mit dabei. Aber es war ihr erstes Etappenrennen und es war schon speziell mit dem steilen Anstieg vor dem letzten Berg. Und so waren sie vor dem Finale raus“, erklärte Sportdirektor Arthur van Dongen im Ziel den Journalisten.

Länger dabei blieben Tiesj Benoot und Wout van Aert, doch als es darauf ankam, war der Kapitän auf sich allein gestellt. So geriet Vingegaard in der Verfolgergruppe in Zugzwang, vor allem deshalb, weil UAE Emirates und Ineos Grenadiers durch Christen und De Plus vorne vertreten waren. "Alle folgten Jonas und konnten dann das Beste draus machen – und das tat dann ja auch Almeida am Ende“, so van Dongen weiter.

Ähnlich äußerte sich Vingegaard selber: “Ich kam nahe ran, aber am Ende haben andere von meiner Arbeit profitiert“, so der 28-Jährige, der angesichts von nun 20 Sekunden Rückstand im Gesamtklassement aber noch alle Chancen auf seiner Seite sieht: “Auf den Etappen vier und fünf ist noch alles möglich“, sagte er mit Blick auf die letzten beiden Tage, an denen es zunächst über hügelige 175 Kilometer von Albufeira nach Faro geht, ehe das abschließende Zeitfahren mit dem zwei Kilometer langen und mehr als neun Prozent steilen Rampe zum Alto do Malhao die Entscheidung bringen wird.

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