22. bis 30. September - Berlin - “Your favourite artists, delivered“

Gallery.Delivery: Der Fahrrad-Kurier bringt Kunst

Foto zu dem Text "Gallery.Delivery: Der Fahrrad-Kurier bringt Kunst"
| Foto: Roehrs & Boetsch

25.09.2018  |  Wenn der Kurier zweimal klingelt, muss es nicht immer Pizza sein - es kann sich auch um Kunst handeln... Das Projekt Gallery.Delivery ist zugleich Kunstausstellung, Performance - und ein neues Ausstellungs-Format, das einfach online bestellt werden kann. Die Zürcher Galerie Roehrs & Boetsch und der in Berlin lebende Künstler Sebastian Schmieg haben sich im Kontext der Berlin Art Week (26. - 30. Sept.) zusammengetan, um Gallery.Delivery umzusetzen.

Wie funktioniert das Ganze?
Über die Netzseite des Projekts ( https://gallery.delivery/ ) kann die Ausstellung online bestellt werden. Sie wird dann von einem Fahrrad-Kurier in einem weißen, würfelförmigen Rucksack ("White Cube") zum gewünschten Ort geliefert, wo der Kunst-Lieferant die Ausstellung temporär aufbaut.

Sebastian Schmieg: "Indem das Internet jeden Winkel unsere Lebens durchdringt, entsteht eine Erwartungshaltung unmittelbarer Verfügbarkeit, die sich mehr und mehr auch auf Aspekte der dinglichen Welt bezieht. Gallery.Delivery überträgt das Versprechen der unmittelbaren Verfügbarkeit auf die Galerie und das Format einer Kunstausstellung."

Anders als bei "gewöhnlichen" Lieferdiensten
betritt der Kunst-Kurier die Wohnung, in der er die Ausstellung aufbaut und die Werke zum Kauf anbietet. Schmieg weiter: "Im Moment des Aufbaus der Ausstellung tritt dieser als performativer Akt in der Vordergrund und wird damit selbst zum Teil der Ausstellung."

Die Kollegen vom Berliner Kunst-Magazin "Monopol" haben Gallery.Delivery ausprobiert. Hier ihr Bericht
( https://monopol-magazin.de/wenn-der-fahrradkurier-eine-ausstellung-liefert ).

Die teilnehmenden Künstler im Projekt sind: Banz & Bowinkel, Aram Bartholl, Nadja Buttendorf, Bastiaan de Nennie, Andy Kassier, Olia Lialina, Silvio Lorusso, Jonas Lund, Shawn Maximo, !Mediengruppe Bitnik & Low Jack, Milena Milosavljevic, Peggy Pehl, Grayna Roguski

Sebastian Schmieg
(* 1983 in Tübingen) untersucht, wie vernetzte Technologien Online- und Offline-Realitäten formen. In einer zunehmend vom Internet durchdrungenen Gesellschaft spürt Schmieg neue hybride Strukturen auf, die die Grenzen zwischen Mensch und Software, Individuum und Masse, Arbeit und Freizeit verwischen. Seine künstlerische Praxis befasst sich insbesondere mit Menschen als Software-Erweiterungen und Machine Vision als globale Infrastruktur.
Im Zentrum von Schmiegs Arbeiten stehen spielerische Eingriffe in Systeme, die hinter den glänzenden Schnittstellen unserer vernetzten Gesellschaft verborgene - oftmals absurde - Aspekte erforschen. Schmieg arbeitet mit einer breiten Medien-Palette: Video, Website, Installation, Künstlerbuch, benutzerdefinierte Software, Vortrag.

Roehrs & Boetsch
(gegründet 2016) widmet sein Programm, als erste und bisher einzige Schweizer Kunst-Galerie, dediziert der Digitalisierung und ihren Auswirkungen auf die Gesellschaft. In enger Zusammenarbeit mit etablierten und jungen, aufstrebenden Künstlern erforscht und reflektiert Roehrs & Boetsch die Beziehung zwischen zeitgenössischer Kultur, Kunst, Digitalisierung und Gesellschaft – multimedial und interdisziplinär.
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Weitere Informationen

Roehrs & Boetsch Gallery
Bachstrasse 9
8038 Zürich
Schweiz

Fon: 0041 43 539 56 74

E-Mail: gallery@roehrsboetsch.com
Internet: www.roehrsboetsch.com

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