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09.03.2026 | (rsn) – Als Max Walscheid (Lidl – Trek) zur einzigen Zwischenzeit des Auftaktzeitfahren bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) kam, blitzte eine rote 0 auf. Sekundengleich mit Magnus Sheffield (Ineos Grenadiers) war der Deutsche Zweiter. Im Ziel leuchtete ebenfalls die 0 auf, dieses Mal aber war sie grün, denn insgesamt hatte Walscheid neun Zehntel aufgeholt und einen minimalen Rückstand in einen Vorsprung umgewandelt. So durfte er in den Hot Seat, was allerdings in Lido di Camaiore kein Geschenk war.
“Es war ziemlich warm. Das Zelt ist schwarz und wegen der Sonne wurde es dann schnell heiß“, klagte er am Eurosport-Mikrofon. “Aber natürlich war es ein schönes Gefühl, die Ziellinie mit Bestzeit zu überqueren“, fügte er lächelnd an. Dass er jenen Stuhl wieder verlassen durfte, lag daran, dass inzwischen Thymen Arensman (Ineos Grenadiers) vier Sekunden schneller war als der Lidl-Fahrer, doch es war zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass der eine starke Leistung in den Asphalt gebrannt hatte.
“Ich will dieses Jahr ein paar gute Zeitfahren absolvieren und ich denke, dass das schon mal eins war. Wir haben im Winter an meinem Zeitfahren gearbeitet. Das Team kennt mein Potenzial und heute war es ein quasi perfekter Kurs für mich“, erklärte Walscheid. Den 11,5 Kilometer langen, topfebenen Parcours hatte er mit 54,3 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit in 12:34 Minuten absolviert. “Wir hatten gehofft, dass ich schnell sein werde und das war ich. Ich weiß noch nicht, was es letztendlich wert sein wird, denn viele gute Fahrer kommen noch. Wie gut es wirklich war, wissen wir erst heute Nachmittag, wenn Ganna im Ziel ist“, blickte Walscheid voraus.
“Pippo ist mein Favorit, das überrascht wohl niemanden“, meinte er weiter. Dass jener Ganna das Tirreno-Auftaktzeitfahren zum vierten Mal zu seinen Gunsten entschied, war tatsächlich so zu erwarten. Walscheid hatte aber noch einen zweiten Heimfahrer auf der Rechnung: “Johnny Milan kann auch ein gutes Zeitfahren abliefern. Er ist in seinem Heimatland sicher motiviert. Letztes Jahr war er auch schon ziemlich stark. Die zwei großen Italiener werden am Ende sehr gut dastehen“, sagte er voraus. Seinen Teamkollegen Milan hatte der 32-Jährige dann aber doch im Griff, denn letztendlich war er der einzige, der den Ineos-Dreifachsieg mit Ganna, Arensman und Sheffield als Dritter verhinderte. Lidl-Kapitän Milan wurde schließlich Fünfter.
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