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08.03.2026 | (rsn) – Auch wenn Paris-Nizza in diesem Jahr mit zwei Flachetappen beginnt und den dadurch sprinterfreundlicheren Parcours zu bieten scheint, sind in dieser Woche mehr Top-Sprinter in Italien bei Tirreno-Adriatico unterwegs:
Jonathan Milan (Lidl – Trek), Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) und Paul Magnier (Soudal – Quick-Step) führen die Riege der schnellen Männer bei der 61. Auflage des Rennens zwischen den zwei Meeren an. Dazu kommen unter anderem auch Tobias Lund Andresen (Decathlon – CMA CGM), Arnaud De Lie (Lotto – Intermarché), Pavel Bittner (Picnic – PostNL) und Danny van Poppel (Red Bull – Bora – hansgrohe).
Sie alle wollen sich sieben Tage lang von Lido di Camaiore an der Westküste Italiens durchs Landesinnere bis an die Adria durchschlagen, um dort auf der Schlussetappe in San Benedetto del Tronto endlich im Massensprint gegeneinander antreten zu können.
"Das Ziel ist natürlich immer, zu überleben. Ich habe ein gutes Team um mich herum und würde mich gerne gegen einige der schnellsten Sprinter der Welt behaupten", sagte Magnier am Sonntag bei der Pressekonferenz von Rennveranstalter RCS mit Blick auf den insgesamt schweren Parcours mit zahlreichen hügeligen Finals und kurzen Schlussanstiegen, die für reine Sprinter wohl zu schwer sein dürften. "Ich denke, Etappe 3 und die Schlussetappe sollten für Sprints möglich sein", vermutete der Franzose, während Milan vor allem auf San Benedetto hofft, wo er bereits 2025 siegte:
"Ich werde von Tag zu Tag schauen und es immer versuchen, aber ich glaube eher nicht, dass es viele Sprintchancen gibt. Ich hoffe in erster Linie, dass wir eine schöne Schlussetappe haben werden. Das ist die beste Chance für mich, aber ich denke die anderen Etappen werden ein bisschen zu schwer für mich", meinte der Italiener, für den es in den kommenden sieben Tagen aber um mehr geht, als nur ums Sprinten.
Die Entscheidung, dass er Tirreno-Adriatico bestreiten werde, sei bereits im Winter getroffen worden, bevor klar war, dass der für Paris-Nizza eingeplante Mads Pedersen sich verletzen würde. Trotzdem aber gab es für Milan keinen Grund, umzudisponieren, nur um bei Paris-Nizza eine klare Sprintchance mehr zu haben.
"Für mich passt das gut – ich bin Paris-Nizza vor einigen Jahren auch schon gefahren, aber zuletzt immer Tirreno und ich freue mich auf die Etappen hier. Die 2. Etappe (mit kurzem, aber steilem Schotterfinale hinein nach San Gimignano, Anm. d. Red.) ist vielleicht etwas hart im Finale, und auch die 3. Aber ich will mich etwas zum Leiden bringen, will meinen Körper unter Stress setzen, um so meine Form ansteigen zu lassen. Deshalb werde ich es da auch versuchen", versprach Milan.
Damit deutete er auch den erhofften Nebeneffekt der kommenden Woche an: "Es wird sicher ein schönes Tirreno in der Vorbereitung der Klassiker." Auch wenn im modernen Radsport immer wieder erklärt wird, dass es in der WorldTour keine 'Vorbereitungsrennen' mehr gebe, so wird Tirreno-Adriatico gerade für die Sprinter mit Klassiker-Ambitionen eben doch genau das sein. Anders ist angesichts des anspruchsvollen Parcours' ohnehin nicht zu erklären, dass sie alle dort sind.
Für Milan und auch für Lund Andresen, Magnier und Philipsen steht dabei Mailand-Sanremo am 21. März als nächstes großes Ziel besonders im Fokus. "Ich bin noch auf der Suche nach dem kleinen Bisschen mehr, das ich brauche, um an Cipressa und Poggio dabei zu bleiben – gerade weil es dort auch superstarke Gegner gibt mit Tadej (Pogacar), Mathieu (van der Poel) und den anderen. Ihnen zu folgen wird für mich schwer, aber mein Ziel ist, im ersten Feld zu bleiben und damit über die Anstiege zu kommen. Dann werden wir sehen", so der 25-Jährige mit dem Blick weiter voraus in Richtung 'Primavera'.
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