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16.02.2026 | (rsn) – Tim Wellens hat die Classic Jaen (1.1) gewonnen. Bei der fünften Austragung des spanischen Schotterrennens über 155 Kilometer absolvierte der Belgische Meister die letzten 60 als Solist. Ein Verfolgertrio um Tom Pidcock (Q36.5 - Pinarello), Maxim Van Gils (Red Bull - Bora - hansgrohe) und Wellens Teamkollege Jan Christen hatte den Abstand bis auf den letzten Kilometer zwar noch auf 20 Sekunden reduziert, danach aber, die Aussichtslosigkeit der Aktion erkennend, begonnen zu pokern. Pidock erwies sich klar als Stärkster unter den den Verfolgern und sicherte Rang zwei mit 48 Sekunden Rückstand. Dahinter duellierten sich Christen und Van Gils, wobei der Schweizer mit unfairen Bandagen kämpfte. Er drängte den Belgier in die Bande. Der stürzte daraufhin.
Während Christen disqualifiziert wurde, rückte in Benoit Cosnefroy ein weiterer UAE-Profi nach und auf Rang drei. Er führte die Gruppe dahinter an, zu der auch Ivan Romeo (Movistar) und Gianni Vermeersch (Red Bull - Bora - hansgrohe) gehörten. Van Gils blieb lange am Boden, schaffte es nach Angaben des Teams aber eigenständig zum Teambus und wird im Krankenhaus untersucht.
Schon weit vor dem wilden Kampf um die Podestplätze hatte das Rennen Fahrt aufgenommen. Weil Wellens mit einer Minute Vorsprung auf die letzten zehn Kilometer und in den letzten Schottersektor ging, war die Spannung fast schon raus. Denn die in etwa 30 Fahrer starke Verfolgergruppe hatte lange Zeit allein Pinarello - Q36.5 die Nachführarbeit überlassen, wodurch der Rückstand auf Wellens nicht kleiner, sondern zunächst sogar größer wurde.
Eine erste Pidcock-Attacke 30 Kilometer vor dem Ziel fruchtete noch nicht und kaum einen Rivalen nachhaltig abschütteln. Erst ein weiterer Angriff bei der Hälfte der Distanz dünnte die Reihen aus. Matej Mohoric (Bahrain Victorious) sprang ans Hinterrad des Briten, für UAE reagierte Igor Arrieta. Mit Vermeersch und Van Gils kamen acht weitere Fahrer zurück. Im entscheidenden, sieben Kilometer langen Schottersektor durch die Olivenwälder der Region zerfiel die Gruppe dann abermals. An einem Anstieg setzten sich Pidcock, Van Gils und Christen vom Rest ab, dahinter entstand eine weitere Dreiergruppe.
Doch nur die ersten Verfolger hatten noch die Hoffnung, Wellens doch noch zu stellen. Der 34-Jährige aber erwehrte sich seiner Konkurrenten und feierte bei neun Grad und regnerischer Witterung, die den Schotter wenig staubig, aber etwas rutschiger machte, rund um Ubeda seinen 42. Sieg als Profi.
"Ich wusste, dass der Weg noch sehr weit ist", sagte Wellens gegenüber Cycling Pro Net über seine Attacke. "Deswegen konnte ich nicht All-in gehen. Es gab Momente, in denen ich leiden musste. Aber ich konnte meine Leistung steigern und hatte ein wirklich gutes Gefühl.“ Nur in einem Moment war das kurz getrübt. Als der Belgier im vorletzten Sektor kurz wegrutschte, hätte die Geschichte auch anders ausgehen können. "In meinem Kopf habe ich da schon am Boden gelegen. Da hatte ich wirklich Glück."
Letztlich galt das auch für Pidcock, jedoch in einem anderen Moment. Noch früh im Rennen hatte sich eine etwa 30-köpfige Gruppe gebildet, zu der er - genau wie Van Gils - nicht gehörte. Das war noch vor der Einfahrt in den ersten Schottersektor. "Ich wollte gerade meine Jacken ausziehen und plötzlich war eine große Gruppe weg", sagte er. "Ich dachte, dass mein Rennen zu diesem Zeitpunkt vorbei war. Aber Soudal - Quick-Step hat den Abstand so weit verringert, dass wir aufschließen konnten. Ich konnte beim ersten Anstieg aufschließen, und dann waren wir wieder im Rennen. Aber Tim war bereits weg. Mein Team war heute unglaublich stark, aber Tim Wellens war stärker."
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