MNSTRY Sporternährung

Von 60 auf 120 Gramm pro Stunde: Wie der Profiradsport die Wettkampfernährung neu definiert hat

27.02.2026  |  Noch vor nicht allzu langer Zeit galten 60 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde als Obergrenze im Ausdauersport. Heute hat sich diese Zahl in der WorldTour fast verdoppelt. Aufnahmen von 100 bis 120 Gramm pro Stunde sind mittlerweile üblich bei langen Etappen, Eintagesrennen sowie in entscheidenden Rennsituationen.

Diese Entwicklung spiegelt ein tieferes Verständnis davon wider, wie der Körper Kohlenhydrate unter hoher Belastung aufnimmt und verarbeitet, und wie modernes Produktdesign in der Sporternährung diesen Prozess unterstützt.

Warum mehr möglich wurde

Jahrelang wurde die Kohlenhydrataufnahme nicht durch fehlenden Ehrgeiz, sondern durch den Magen-Darm-Trakt begrenzt. Viele Fahrer quälten sich mit Magenbeschwerden, wenn sie versuchten, mehr als 60 bis 70 Gramm pro Stunde aufzunehmen.

Der Durchbruch kam mit einem besseren Verständnis dafür, wie verschiedene Kohlenhydrate im Darm transportiert werden. Glukose und Fruktose nutzen separate Absorptionswege. Werden sie in sorgfältig ausbalancierten Verhältnissen kombiniert, können beide Wege gleichzeitig genutzt werden. Dies erhöht die Gesamtmenge an Kohlenhydraten, die der Körper pro Stunde aufnehmen und verwerten kann.

MNSTRY Intensity Bar: Der 52-Gramm-Riegel sorgt mit 40 Gramm Kohlenhydraten für gut dosierbare Energieversorgung. Geschmacksrichtungen Aprikose oder Dattel, 2,49 Euro.

Frühe Sporternährungsprodukte setzten oft auf ein Glukose-Fruktose-Verhältnis von 2:1. In jüngerer Zeit hat sich im Profiradsport ein spezifisches Verhältnis von 1:0,8 etabliert, das die Verträglichkeit verbessert und gleichzeitig eine hohe stündliche Aufnahme ermöglicht. Dieses Verhältnis liegt am oberen Ende dessen, was das Dual-Pathway-System laut Forschung effizient verarbeiten kann.

Das Ergebnis ist einfach, aber wirkungsvoll: Fahrer können während langer Belastungen mehr nutzbare Energie aufnehmen und gleichzeitig das Risiko von Magen-Darm-Beschwerden oder Glykogenverarmung reduzieren – dem Zustand, in dem die Muskelkraftstoffspeicher erschöpft sind und die Leistung einbricht.

MNSTRY Gel 40: Das einfach aufnehmbare Gel wird in zwei Kohlenhydrat-Ratios angeboten, 2:1 und 1:0,8. Vier Geschmäcker + neutral, je 2,49 Euro.

Darmtraining wird Teil der Rennvorbereitung

Höhere Kohlenhydrataufnahme bedeutet nicht nur, andere Produkte zu verwenden. Es erfordert gezieltes Training. Profis steigern die Aufnahme schrittweise während Winterblöcken und Trainingslagern, oft beginnend bei 60 bis 80 Gramm pro Stunde und über Wochen hinweg aufbauend. So wie sich Muskeln an Belastung anpassen, passt sich auch das Verdauungssystem an die Verarbeitung höherer Energiemengen an. Wenn die Rennsaison beginnt, sind 100 Gramm pro Stunde nichts Ungewöhnliches mehr, und einige Fahrer können während kritischer Etappen problemlos 120 Gramm aufrechterhalten.

Diese Strategie funktioniert jedoch nur, wenn die Produkte dafür konzipiert sind. Hohe Kohlenhydratkonzentrationen können die Magenentleerung verlangsamen oder Beschwerden verursachen, wenn die Osmolarität – die Konzentration einer Lösung im Verhältnis zu den Körperzellen – nicht sorgfältig gesteuert wird. Zu süße Geschmacksrichtungen oder künstliche Zusatzstoffe können über fünf oder sechs Stunden ebenfalls problematisch werden. Im modernen Rennsport zählt die Präzision der Energiezufuhr genauso viel wie die Zahlen selbst.

Strukturierte Energiezufuhr im Peloton

Teams wie Red Bull Bora-Hansgrohe, Canyon//SRAM zondacrypto, Unibet Rose Rockets und Fenix-Premier Tech gehen die Energiezufuhr mit derselben Struktur an wie Tempo und Training. Anstatt zu improvisieren, folgen Fahrer definierten stündlichen Kohlenhydratzielen. Produkte werden so gewählt, dass diese Ziele auch im Rennstress einfach umzusetzen sind.

MNSRY Chew 40: Dank fester, gut zu kauender Konsistenz lassen sich diese innovativen 46-Gramm-Riegel schnell aufnehmen. Lemon oder Himbeere, 2,99 Euro.

MNSTRY hat seine Kohlenhydrat-Produktreihe nach diesem Prinzip entwickelt. Fast Carb Getränkepulver, GEL 40, JELLY 40 und CHEW 40 liefern jeweils 40 Gramm Kohlenhydrate pro Einheit. Dieses modulare System ermöglicht es Fahrern, die Aufnahme schnell zu berechnen. Zwei Einheiten pro Stunde entsprechen 80 Gramm, drei entsprechen 120 Gramm.

Die Formulierungen verwenden Dual-Kohlenhydrat-Verhältnisse, die sich an der aktuellen Best Practice orientieren, während die Osmolarität kontrolliert wird, um effiziente Absorption und Verträglichkeit zu unterstützen. Natürliche Aromen werden ohne Konservierungsstoffe verwendet, um Geschmacksermüdung während langer Etappen zu reduzieren. Die Formulierungen werden gemeinsam mit den von MNSTRY gesponserten WorldTour-Athleten entwickelt.

Leistung basiert auf Konstanz

Bei der Kohlenhydrat-Entwicklung im Profiradsport geht es nicht um extreme Zahlen um ihrer selbst willen. Es geht darum, dem Körper genug nutzbare Energie zuzuführen, um die Leistung tief im Rennen aufrechtzuerhalten.

MNSTRY Jelly 40: Das halbfeste Gel mit 1:0,8-Verhältnis Glukose–Fructose kommt in den drei Varianten Granatapfel, Rabarber und neutral im 58-Gramm-Beutel. Je 2,79 Euro

Für ambitionierte Amateurfahrer ist die Lehre klar: Höhere Kohlenhydratstrategien können echte Vorteile bringen, müssen aber schrittweise umgesetzt und durch Produkte unterstützt werden, die auf Absorption und Verträglichkeit ausgelegt sind.

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Mit dem MNSTRY CYCLING BUNDLE, das regulär für 79,90 Euro angeboten wird, kann man bestens eigene Erfahrungen mit der innovativen Sporternährung sammeln.

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