Im 240. Crossrennen erstmals nicht im Ziel

Saison vorbei! Van Aert zieht sich Fraktur am Knöchel zu

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Bis zu seinem Sturz lieferte sich Wout van Aert (Visma - Lease a Bike, vorn) in Mol ein packendes Duel mit Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech). | Foto: Cor Vos

02.01.2026  |  (rsn) – Wout van Aert wird in diesem Winter kein Cross-Rennen mehr bestreiten können. Das bestätigte sein Team Visma – Lease a Bike am Freitagabend, nachdem der Belgier beim Zilvermeercross in Mol gestürzt war und das Rennen mit blutendem Knie hatte aufgeben müssen. Van Aert habe sich den Knöchel verstaucht und auch eine kleine Fraktur zugezogen, heißt es in der Mitteilung des niederländischen WorldTour-Rennstalls. Van Aert selbst wird dort wie folgt zitiert:

"Natürlich bin ich sehr enttäuscht, meine Cross-Saison so beenden zu müssen. Ich habe mich besser und besser gefühlt, inklusive heute in Mol. Ich habe mich wirklich auf Zonhoven gefreut und auf die Belgischen Meisterschaften. Jetzt aber werde ich mich auf meine Erholung konzentrieren und später dann auf die Vorbereitung für meine Straßensaison."

Nachdem er sich bei heftigem Schneetreiben ein packendes Duell auf Augenhöhe mit Weltmeister Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) geliefert hatte, stürzte van Aert in einer Kurve zweieinhalb Runden vor Schluss und musste kurz darauf am Materialposten das Rennen aufgeben.

Dabei wollte van Aert sich zunächst wieder auf das Rad setzen, doch zuvor schon konnte er die Laufpassagen nur humpelnd bewältigen und sah schließlich die Aussichtslosigkeit seines Unterfangens ein. Im 240. UCI-Crossrennen seiner Karriere gab der 31-Jährige erstmals auf und sah das Ziel nicht.

"Er konnte das Rennen nicht beenden, weil sein Knöchel stark schmerzt. Sein Knie hat zwei kleine Schürfwunden. Aber der Knöchel schmerzt am meisten. Er ist mittlerweile so stark angeschwollen, dass wir ihn ins Krankenhaus bringen müssen, um weitere Untersuchungen durchführen zu lassen“, erklärte Visma-Sportdirektor Jan Boven der versammelten Presse in Mol, noch bevor man eine Diagnose aus der Klinik hatte.

In Mol ging van Aert auf einem Kurs, der seinen Qualitäten besonders gut lag, schon früh in die Offensive und setzte van der Poel mit hohem Tempo unter Druck. Nach einem Fehler in der dritten Runde musste er van der Poel zwar an sich vorbeilassen, doch der Kampf war noch längst nicht entschieden.

In der vierten Runde gelang es dem dreimaligen Weltmeister, den Rückstand von zwischenzeitlich 15 Sekunden auf den siebenmaligen Titelträger zu verkürzen, nachdem van der Poel in einer Kurve gestürzt war. Anschließend entbrannte ein erbitterter Kampf um den Sieg, in dem van Aert die besseren Karten zu haben schien. Doch nach dem schweren Sturz zweieinhalb Runden vor Schluss war das Rennen für ihn gelaufen.

Der 30-jährige van der Poel dagegen sicherte sich schließlich souverän seinen insgesamt fünften Sieg in Mol, womit er nun alleiniger Rekordhakter vor van Aert ist.

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