Um Monumente-Sammlung zu komplettieren

Degenkolb will Gilbert zum Mailand-Sanremo-Sieg lotsen

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Seit 2020 Teamkollegen bei Lotto Soudal: John Degenkolb (li.) und Philippe Gilbert. | Foto: Cor Vos

24.05.2020  |  (rsn) – In der Vergangenheit waren sie Rivalen bei den Klassikern, seit diesem Jahr sind sie bei Lotto Soudal Teamkollegen: John Degenkolb und Philippe Gilbert wollen 2020 ihre Kräfte bündeln und für ihren neuen Arbeitgeber große Erfolge einfahren. Das erste Highlight im neuen UCI-Kalender ist dabei Mailand – Sanremo, das für den 8. August geplant ist.

Während Degenkolb die “Primavera“ 2015 bereits gewonnen hat, fehlt Gilbert dieser Sieg noch in seiner Sammlung, nachdem er bisher schon die vier Monumente Flandern-Rundfahrt, Paris-Roubaix, Lüttich-Bastogne-Lüttich und Il Lombardia gewinnen konnte. Im Sommer will der Belgier mit Degenkolbs Unterstützung auch das fünfte Monument gewinnen, wie beide im Video-Interview bei VTM Nieuws bestätigten.

“Wenn wir zusammen den Poggio hochfahren, dann werden wir für Phil arbeiten“, meinte Degenkolb, und Gilbert ergänzte: “Ich freue mich auf das Rennen, aber im Moment ist der Sieg nichts mehr als ein Traum.“

Das größte Fragezeichen wird vor allem hinter der Form stehen, denn das knapp 300 Kilometer lange Mailand-Sanremo steht als eines der ersten Rennen nach der monatelangen Corona-Pause im WorldTour-Kalender. Zwar bleiben noch über zwei Monate Zeit, um ordentlich zu trainieren, aber abgesehen von der Strade Bianche, die für den 1. August vorgesehen ist, wird es für das erste Monument der Saison keine echten Härtetests mehr geben. “Deshalb wird die Qualität des Trainings zu Hause ein entscheidender Faktor sein“, betonte Gilbert.

Dabei entdeckte der 37-Jährige vor allem das Rollentraining für sich. “Ich habe das früher nie gemacht, werde es aber jetzt häufiger tun. Es hat für mich einen echten Mehrwehrt. Man hat keinen Straßenverkehr, keine roten Ampeln“, meinte der Weltmeister von 2012. Degenkolb trainierte in seiner Frankfurter Heimat, doch “nach zwei, drei Monaten immer auf denselben Straßen wäre Abwechslung ganz schön“, meinte der 31-Jährige, der die Corona-Zeit auch dafür nutzte, die Renovierung seines Hauses voranzutreiben. “Da hatte man auch an etwas anderes zu denken“, sagte er.

Der weitere Rennkalender der beiden Lotto-Kapitäne ist größtenteils noch offen, die Tour de France allerdings ist für das Duo vorgesehen. “Der Weg zur Tour de France ist noch nicht fixiert, es ist wichtig, das jetzt zu Papier zu bringen“, sagte Gilbert.

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